Donnerstag, 30. Juni 2022
20.05.2022 17:00
Tessin

Newcastle-Krankheit wegen illegalem Kükenimport

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Eine Privatperson hat vor einer Woche 30 Küken illegal in die Schweiz importiert. Die Tiere wurden daraufhin eingeschläfert und auf die hochansteckende Newcastle-Krankheit hin untersucht. Der Befund war positiv.

Die Behörden haben den betroffenen Betrieb im Tessin gesperrt, um eine allfällige Ausbreitung des Virus zu verhindern, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Freitag mitteilte.

Hoch ansteckend

Die Behörden gehen davon aus, dass das Virus auf eine Impfung der Küken in Italien zurückzuführen ist. In der Schweiz ist es verboten, Tiere gegen die Newcastle-Krankheit zu impfen. Grund dafür ist, dass die Schweiz offiziell als Newcastle-frei anerkannt ist.

Die durch das Virus verursachte Newcastle-Krankheit gilt als hochansteckend und wird über die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen. Betroffen sind vor allem Hühnervögel, aber auch Gänse, Enten, Tauben, Zier- und Wildvögel. Eine Ansteckung kann symptomlos verlaufen, aber auch schwere gesundheitliche Konsequenzen für infizierte Tiere haben. Die von der Krankheit betroffenen Tiere legen weniger oder gar keine Eier mehr oder Eier mit zu dünner und verfärbter Schale.

Auch Menschen kann es treffen

Wenn Menschen direkten und engen Kontakt zu kranken Tieren hatten, kann das Virus auch sie angreifen. Sie leiden dann an einer Bindehautentzündung. Oft schwellen die Lymphknoten vor den Ohren an.

In der Schweiz war seit Beginn des Jahres in mindestens zwei Betrieben die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus in den Betrieben in Niederglatt ZH und im Kanton Jura wurden aber wieder aufgehoben.

Wenn Nutztiere wie Geflügel, aber auch Haustiere wie Katzen oder Hunde in die Schweiz eingeführt werden, braucht es dafür entsprechende Papiere und je nach Herkunftsland eine Bewilligung. Illegal eingeführte Lebewesen können die Gesundheit hiesiger Tiere gefährden, wie das BLV schreibt.

Mehr zum Thema
Tiere

Es wird vermutet, das Mäuse die ersten unerwünschten Bewohner in menschlichen Siedlungen waren. - Marzena P. Überreste von Mäusen und Insekten in jungsteinzeitlichen Brunnen lassen vermuten, dass die Menschen bereits…

Tiere

Die meisten Informationen geben erfahrene Imkerinnen und Imker selber ab. - Monika Gerlach Imkerverbände aus der ganzen Schweiz führen am kommenden Samstag in Lyss BE erstmals einen Schweizer Bienentag durch.…

Tiere

Kangalhündin Jnsa wurde tot aufgefunden. - zvg Philipp Jacobi bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin die Stutzalp in Splügen GR. Infolge eines Wolfsangriffs kam einer seiner vier Herdenschutzhunde ums Leben. Er…

Tiere

Die Umweltkommission des Ständerates schlägt einen neuen Artikel a im Jagdgesetz vor: Er soll rechtliche Grundlage für den vorbeugenden Abschuss von Wölfen sein. - Gunnar Ries Wölfe sollen künftig nicht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE