Montag, 8. März 2021
27.01.2021 08:40
Wirtschaft

Gesunde Nutztiere sichern weltweit Einkommen

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Von: AgE

Nutztiere spielen eine zentrale Rolle für den Lebensunterhalt von einer Milliarde Menschen, die von weniger als 2 $ (1,77 Franken) am Tag leben müssen. 

Eine Verbesserung der Tiergesundheit bringe deshalb klare wirtschaftliche Vorteile für eine Vielzahl  von Menschen, betonte die Nutztierexpertin Anne Mottet von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) am vergangenen Donnerstag.

Wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) als Mitveranstalter des Forums weiter berichtete, rief Mottet die Regierungen der Welt dazu auf, den Beitrag der Nutztierhaltung zum Lebensunterhalt, zur Armutsbekämpfung sowie zur Bereitstellung von Arbeitsplätzen und zum Wirtschaftswachstum nicht ausser Acht zu lassen. Auch die Viehhaltung biete Möglichkeiten, einen positiven Beitrag zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit zu leisten. Dabei würden die Tiergesundheit und das Krankheitsmanagement jedoch in Nachhaltigkeitsbewertungen selten berücksichtigt.

Auch die Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Jude Capper hob die Potentiale zur Einsparung von Ressourcen und Treibhausgasemissionen durch eine verbesserte Produktivität basierend auf einem guten Tiergesundheitsstatus hervor.


Ein Negativbeispiel sei hingegen die Afrikanische Schweinepest (ASP), der 2019 bis zu 150 Millionen Schweine zum Opfer gefallen seien. Dadurch hätten sich die Treibhausgasemissionen ohne Rendite auf bis zu 45 Mio t belaufen, da die Schweinefleischprodukte nicht in die globale Lebensmittelversorgung gelangt seien.


Die Nutztiere, so Capper, seien auch für eine ausgewogene Ernährung und eine gute Gesundheit insbesondere in Entwicklungsländern wichtig. Die einfache Massnahme, ein Ei pro Tag zu essen, biete dort die Möglichkeit, das Risiko des Zurückbleibens in der körperlichen und geistigen Entwicklung bei Kindern zu verringern.


Die Kommissionsbeamtin Claire Bury erklärte, dass die Mitgliedstaaten im Rahmen des Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie aktiv zum Übergang hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen
würden. Dies schliesse ausdrücklich Massnahmen zur Tiergesundheit und dem Tierschutz ein, wodurch die Widerstandsfähigkeit der Tiere gestärkt und mögliche zukünftige Tierseuchen besser verhindert würden. 

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