Sonntag, 29. November 2020
17.11.2020 09:16
Tierschutz

 Massenkeulung rechtlich abgesichert

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In Dänemark hat sich die Regierung eine politische Mehrheit für eine rechtliche Grundlage zur Massenkeulung von mehreren Millionen Nerzen gesichert. 

Die sozialdemokratische Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einigte sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums am Montagabend mit ihren Unterstützerparteien aus dem linken Lager auf eine entsprechende Vereinbarung. Damit wird erlaubt, alle Nerze in Dänemark zu töten – auch gesunde Nerze ausserhalb der Risikogebiete rund um Nerzfarmen mit Corona-Ausbrüchen.

Zugleich steht damit der rechtliche Rahmen für eine Bonuszahlung für Nerzzüchter, wenn sie ihre Pelztierbestände bis Donnerstag keulen. Ausserdem vereinbarten die Parteien, dass die Nerzhaltung bis zum 31. Dezember 2021 vorübergehend verboten wird. Über die letztendliche Entschädigung für die Züchter wird noch weiter verhandelt.

Die Regierung hatte am 3. November angekündigt, alle Nerze im Land töten zu wollen, weil das Coronavirus bei den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Es handelt sich um mehrere Millionen Tiere, deren Felle unter anderem für Pelzmäntel verwendet werden. Für Tiere ohne bisherigen Corona-Fall in ihren Farmen oder im Umkreis ausserhalb von 7,8 Kilometern um solche Farmen gab es jedoch bislang keine Gesetzesgrundlage.

Bei mehr als 200 Menschen in Dänemark sind mit Nerzen in Verbindung stehende Virusvarianten nachgewiesen worden. Bei einer davon – der sogenannten Cluster-5-Variante – befürchtet das dänische Gesundheitsinstitut SSI, dass sie Auswirkungen auf die Wirkung künftiger Corona-Impfstoffe haben könnte. Sie ist bislang bei zwölf Menschen in der Region Nordjütland nachgewiesen worden, weshalb die Regierung für Grossteile der Region strenge Corona-Massnahmen erliess.

3 Responses

  1. „Die Sozialdemokraten mit Unterstützung aus dem linken Lager“ haben also die glorreiche Idee (und führen die auch aus), Millionen Nerze zu töten. Corona gibt ihnen einen willkommenen Anlass dazu.
    Aus den Früchten erkennt man den Baum.

  2. Coronaviren haben nahe beieinander gehaltene Nerze in grossen Zuchtfarmen infiziert. Einige Viren haben in den Nerzen mutiert und wiederum Menschen angesteckt. Gesundheitsfachleute befürchten nun, dass die in Aussicht gestellten Impfungen gegen die neue Variante von Coronaviren nicht schützen. Das heisst, dass wir noch lange mit den bekannten Massnahmen weiterleben müssen, wenn sich die neue Variante ausbreitet.
    Altväterisches recht/links-Einteilen hilft da nicht weiter.

    1. Die sollten eben auf die wirklichen Fachleute hören und nicht auf die politisch Korrekten.
      Die jetzigen Massnahmen sind unnötig, unwirksam und nur schädlich. Es sind vor allem Linke, die die Masken mit Überzeugung tragen.

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