20.09.2015 06:36
Quelle: schweizerbauer.ch - Barbara Schwarzwald
Bern
100 Kühe in einer Stunde melken
Fritz, Michael und Patrick Oppliger wollen ihre Kühe zweimal täglich sehen. Deshalb haben sie keinen Melkroboter.

«Mir wei d Tier zwöimau pro Tag gseh», lässt Fritz Oppliger vom Kaltacker, Heimiswil BE, wissen. Oppliger hat mit seinen Söhnen Michael und Patrick einen Dreier-Boxenlaufstall mit 105 Plätzen für laktierende Kühe realisiert.

Technik beobachtet

Beim Side-by-Side-Melkstand von GEA Farm Technologies hat er sich für 2x16 Plätze und die Swing-Over-Technik entschieden. Die zweimalige Kontrolle der Tiere während des Melkens sei für ihn und seine Söhne, denen das Tierwohl besonders am Herzen liege, beruhigend.

Die computergesteuerte Milchmengenerfassung und der Cow Scout, der Kuh-Beobachter, dank dem nicht normale Kuh-Frequenzen sogleich auffallen, hebt Oppliger besonders hervor. Mitentscheidend bei der Auswahl des Melksystems seien auch die Kosten gewesen. Melkroboter seien für seine Familie deshalb nicht infrage gekommen.

Mit 13 Kühen gestartet

Fritz Oppliger hat mit seiner Frau Barbara vor 30 Jahren auf deren Betrieb im Kaltacker mit 13 Kühen angefangen. Langsam, aber stetig ist die Anzahl Tiere grösser geworden. Hätten seine beiden Söhne nicht das nötige Interesse an der Landwirtschaft, den Kühen und der Tierzucht bekundet, hätte er diesen Bau nicht mehr realisiert, so der sieben Jahre vor der Pension stehende Landwirt. «Ein Mann melkt die 100 Kühe in einer Stunde. Zu zweit benötigen wir 45 Minuten», so Oppliger senior auf die Frage nach der Melkzeit. 

Kalk, Stroh und Gummi

Ein Kalk-Stroh-Gemisch wird mit dem Futtermischwagen auf der rechten Seite des Boxenlaufstalls eingestreut, linksseitig liegen Gummimatten. Drei Fahrsilos mit Gras, Mais und Rübenschnitzeln sorgen für das nötige Futter. Fritz Oppligers elterlicher Betrieb in Wynigen BE wurde von seinem Bruder bewirtschaftet. Seit vier Jahren ist er nicht mehr in der Landwirtschaft tätig. Das ermöglicht Fritz, Michael und Patrick Oppliger, auch diese Ackerflächen zu nutzen.

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