16.06.2019 18:56
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Deutschland
6 Kälber gerissen - ist Wolf Schuld?
Landwirte aus dem deutschen Plessa leben derzeit in grosser Angst und Sorge. Grund dafür ist eine noch die dagewesene Serie von Kalbstötungen. Seit dem 9. Mai wurden nicht weniger als sechs Kälber totgebissen.

Der tägliche Gang auf die Weiden ist für die Landwirte aus Plessa (DE) momentan mit grosser Ungewissheit verbunden. Seit Anfang Mai bis Mitte Juni wurden sechs Kälber totgebissen. Die Bauern vermuten einen Wolf hinter den gerissenen Kälbern. Zwar stehen die entnommenen Resultate der entnommenen DNA-Proben noch aus.

„Vor etwa zwei Jahren habe ich zum ersten Mal zwei Wölfe unweit der Elster in Richtung Schraden gesehen. Aber passiert ist damals unseren Rindern nichts“, wird Hans-Jürgen Richter, einer der beiden Geschäftsführer der Agrar GmbH „Elstertal“ Plessa von "Lausitzer Rundschau" zitiert. Die weidenden Mutterkühe und deren Kälber gehören zu dem 100-prozentigen Tochterunternehmen Plessaer Zucht- und Mastrind GmbH.

Überreste von Kälbern gefunden

Erstmals stellten die Landwirte am 9. Mai 2019 fest, dass ein Kalb fehlte. Dessen Reste seien später zirka einen Kilometer entfernt von einem Jäger gefunden worden. Knochenreste und Hautfetzen eines zweiten Kalbes wurden 20 Tage später auf einer Weide gefunden. Nur zwei Tage später wurde am gleichen Ort ein Tier gefressen. Nur ein Schulterblatt sei zurückgeblieben.

Am 7. Juni lag ein ausgeweidetes Kalb unmittelbar am Radweg. Unweit davon entfernt wurde zwei Tage später auf dem Elsterradweg ein Bein gefunden. In der Nacht zum 13. Juni schlug ein weiterer Fleischräuber zu. Die nicht aufgefressenen Reste wurden abgedeckt, damit sich der Wolfsbeauftragte ein Bild davon machen kann, weiss die Lausitzer Rundschau weiter. Der Fall aus Plessa wird derzeit genau untersucht.


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