22.06.2019 08:55
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Neue Stallungen
64 Einzel- und 102 Reihenboxen
Swissgenetics hat in Mülligen AG die Stallungen für die Stiere neu gebaut. Sie überzeugen mit viel Holz – und mit viel Tierwohl. Dieses war Swissgenetics ebenso wichtig wie die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter.

Christoph Böbner, Direktor von Swissgenetics, konnte am Donnerstag in Mülligen AG einen Meilenstein in der Geschichte von Swissgenetics präsentieren. «Die Rindviehhaltung ist für die Landwirtschaft eine tragende Säule», holte er aus. «Wir haben 35000 Rindvieh haltende Betriebe, drei Viertel der Landwirtschaftlichen Nutzfläche sind Grünland, für deren Nutzung bietet sich das Rindvieh an. Wir glauben an diese Produktionsform –  auch, weil wir in der Schweiz in Sachen Milchproduktion und Milchverarbeitung Spitze sind.»

Stallbau abgeschlossen

In Mülligen  ist die Produktionsstation von Swissgenetics. Und dort kam es zu einem Stallneubau, der nun abgeschlossen ist und der der Grund für den Medienanlass war. «Mit der Ersatzinvestition in die Stallungen bekräftigen Vorstand und Geschäftsleitung ihre Absicht, ihre Verantwortung gegenüber den Schweizer Rindviehhaltern auch in Zukunft wahrzunehmen», betonte Böbner.

Zielsetzung der Produktionsstation 2022 ist die Stärkung des Unternehmens im nationalen und internationalen Wettbewerb, ein hoher Standard beim Tierwohl, Effizienzsteigerung, grössere Produktionsflexibilität und ein nachhaltiges Betriebskonzept.

Das frühere Tierhaltungskonzept war aus den 60er-Jahren. Deshalb sollten in den neuen Stallungen auch bessere Haltungsbedingungen ermöglicht werden.  An allen Standorten mit Stierenhaltung – Mülligen, Langnau bei Reiden LU, Bütschwil SG – von Swissgenetics ist die Freilaufhaltung Basis der Stierenhaltung.

Drei Boxensysteme

In Mülligen verfügt Swissgenetics nun über drei verschiedene Boxensysteme: 16 Einzelboxen mit Hochbett, 48 Einzelboxen mit Tiefstreubereich und 102 Reihneboxen zur Einzel- oder Doppelbelegung. «Menschenschutz ist aber das genau gleich wichtige Thema wie Tierschutz», bekräftigte Ulrich Witschi von Swissgenetics. «Viele Teile im Stall sind Individualentwicklungen, weil die Stierenhaltung nicht  verbreitet ist.»

Zeitgesteuerte Schieber

Das Stallkonzept, umgesetzt von der Firma Krieger, sieht eine einfache Mechanisierung vor. Für das Misten sind zeitgesteuerte Schieber im Einsatz. Der ganze Mist fällt in eine kleinere Güllegrube, wo die Feststoffe separiert werden können. Die Fütterung besteht überwiegend aus Heu, das mit Futterverteilwagen verteilt wird.

Nachgeschoben und mit Kraftfutter und Mineralstoffen ergänzt wird das Futter von Hand. Das dient auch gleich der Kontrolle der Stiere. Neu soll noch ein elektrisch betriebener Hoflader angeschafft werden – da der Stall ein geschützter Bereich ist, können auch die Maschinen nicht einfach drinnen und draussen verwendet werden. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Sicherheit, einerseits die Arbeitssicherheit der Pfleger, andererseits die Sicherheit der Stiere, die sich in den Boxen nicht verletzen dürfen. 

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