5.04.2019 15:20
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf
DV Braunvieh Schweiz
9 Kühe mit über 150'000 kg Milch
Erwin Niederberger aus Unterägeri ersetzt Pius Meier als Zuger Vertreter im Vorstand von Braunvieh Schweiz ab. Es wurden 9 Kühe für eine Lebensleistung von 150'000 Milch geehrt. 36 Kühe erzielten die Marke von 125'000 Kilogramm Milch Lebensleistung.

Am Mittwoch fand die 122. DV von Braunvieh Schweiz nach Jahrzehnten wieder einmal in Zug auf dem Areal des Verbandes statt. Präsident Reto Grünenfelder ging in seiner Eröffnungsrede vor 465 Delegierten und rund 100 Gästen auf das schwierige Landwirtschaftsjahr 2018 und die Marktsituation ein: «Eine Gemeinsamkeit haben die beiden Märkte Fleisch und Milch mit Bestimmtheit: Für eine Preisanpassung nach unten genügt ein leichter Husten – für höhere Produzentenpreise sind enorme Anstrengungen notwendig. Jeder, der unter diesen schwierigen Marktbedingungen  professionell und mit Herzblut Qualitätsmilch produziert, verdient eine viel höhere Wertschätzung und vor allem einen höheren Milchpreis.»

Wechsel bei Zugern

Der Verband Zuger Tierzuchtgenossenschaften erhält mit Erwin Niederberger, Unterägeri, einen neuen Vertreter im Vorstand von Braunvieh.  OB-Züchter Niederberger ist seit über zwölf Jahren ununterbrochen auf der Betriebsmanagementliste und kann auch diverse Schauerfolge vorweisen. Er ersetzt Pius Meier, der viereinhalb Jahre im Vorstand  war.  Meier muss wegen der Altersbeschränkung den Vorstand verlassen. Wie Grünenfelder   betonte, habe sich Meier stets konsequent für die funktionelle und wirtschaftliche Kuh eingesetzt. 

Vizedirektor Martin Rust konnte die Besitzer von Kühen mit einer Lebensleistung von mehr als 125'000 kg und 150'000 kg Milch vorstellen. Die beachtliche Zahl von 45 Kühen (9 davon mit über 150'000 kg) erreichte im letzten Jahr diese Milchmenge. Zudem wurde je ein Preis für den «Fitness Star» Berg und Tal vergeben. 

Vermögen von 22 Millionen


Sämtliche Geschäfte gingen einstimmig über die Bühne. Trotz etwas negativem Betriebsergebnis gab es dank nichtbetrieblicher Erfolge nur ein kleines Minus beim Rechnungsabschluss von knapp 40'000 Franken. Das Vermögen liegt bei fast 22 Mio. Franken. Braunvieh Schweiz hat sich als Dienstleistungsunternehmen nicht auf die Gewinnsteigerung fokussiert, sondern versucht, dass die Mitglieder von diversen Preisreduktionen profitieren können. Die Züchter erhalten dank einem positiven Ergebnis beim Milchlabor Suisselab dieses Jahr zudem insgesamt rund 200'000 Franken in Form von Preisnachlässen. 

Direktor Lucas Casanova orientierte im Jahresbericht über den Stand von diversen Projekten, die oft in Zusammenarbeit mit anderen Zuchtverbänden oder weiteren Organisationen der Branche getätigt werden. Bekannte Projekte sind SmartCow, die Einführung des neuen Handheld für die LBE, der automatisierte Tierdatenaustausch für Roboterbetriebe, die Lancierung des Gesundheitsabo MID, das Zuchtprogramm 2017+.

Brown Swiss als Marke festigen

Aber auch die Markenführung Brown Swiss mit gemeinsamer, europaweiter Positionierung und das Ressourcenprojekts Klauengesundheit gemeinsam mit allen Zuchtverbänden, der Klauenpflegervereinigung, den Schweizer Tierärzten und dem Rindergesundheitsdienst sind wichtige Projekte, die weitergeführt werden.

Im Anschluss an die Traktanden hielt der neue Direktor von Swissgenetics, Christoph Böbner, ein interessantes Referat. Dabei ging er auf seine ersten 100 Tage im Amt ein und sprach zu den Herausforderungen im Schweizer Genetikmarkt.

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