31.08.2016 17:31
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Hornkuh
ASR gegen Hornkuh-Initiative
Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rindviehzüchter (ASR) empfiehlt die Hornkuhinitiative zur Ablehnung. Es sei nicht Aufgabe des Staates, die Haltung von behornten Kühen zu unterstützen, schreibt der Dachverband der Schweizer Rinderzüchter in einer Mitteilung.

Der Entscheid, ob Kühe mit oder ohne Hörner gehalten werden sei abhängig von den Gegebenheiten auf den Betrieben. «Dabei spielen Faktoren wie beispielsweise die Aufstallungssysteme (Laufstall oder Anbindestall), die Grösse der Herden, Aspekte der Vermarktung (Zuchtviehverkauf, Milchvermarktung für Spezialitäten wie Hornkäse oder Hornmilch), Demeterrichtlinien für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Vorlieben der Betriebsleiterfamilien und nicht zuletzt auch Traditionen (Viehschauen oder Alpaufzüge) eine Rolle», schreibt die ASR.

Der Vorstand der ASR ist gemäss der Mitteilung der Meinung, dass dieser Entscheid nicht über staatliche Subventionen beeinflusst werden soll und lehnt deshalb die Horninitiative ab.

Die Argumentation der ASR gegen die Initiative

  • Es ist nicht eine staatliche Aufgabe, die Haltung von behornten Kühen zu unterstützen. Zudem ist es staatspolitisch falsch, eine solche Fragestellung in der Bundesverfassung zu regeln.
  • Eine staatliche Förderung von behornten Kühen würde unweigerlich zu Lasten anderer Förderungsmassnahmen in der Landwirtschaft gehen.
  • Die höheren Kosten für die Haltung von behornten Kühen sollen über den Markt durch höhere Preise abgegolten werden.
    Aus Sicht der Verletzungsgefahr von Mensch und Tieren bringt die fachgerechte Enthornung der Tiere grosse Vorteile.
  • Hornlosigkeit kommt beim Rind und auch bei anderen Wiederkäuern in der Natur vor. Bei Nutztierrassen (z. B. Angus) gibt es schon lange natürlich hornlose Rassen und hornlose Linien.
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