15.06.2014 06:57
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Swissherdbook
Bagatelle hat 170000 kg auf dem Tacho
Die Holstein-Kuh Recrue Bagatelle von Bernhard Gertsch, Frutigen, hat eine Lebensleistung von 170000 kg Milch erreicht. Damit steht sie bei Swissherdbook an zweiter Stelle und könnte Joliam Lisa, die Nummer 1, überholen.

Recrue Bagatelle ist eine erstaunliche Kuh. Die am 7. Dezember 1997 geborene Holstein-Kuh  mit Fleckvieh-Hintergrund hat bereits 170636 kg Milch bei Gehalten von 4,21% Fett und 3,26% Eiweiss produziert. Damit ist die Kuh von Bernhard Gertsch, Frutigen BE, bei Swissherdbook die Kuh mit der zweithöchsten Lebensleistung aller Zeiten. An ihrer letzten Milchkontrolle vom 8. Juni wurde eine Tagesleistung von 37,3 kg Milch gewogen.

Noch hinter Joliam Lisa

Bagatelle liegt nur noch unwesentlich hinter der Spitzenreiterin Joliam Lisa von Hanspeter Schmitz, Wiedlisbach BE. Die Red-Holstein-Kuh Lisa hat bereits 171472 kg Milch gegeben, ist zwei Jahre älter als Bagatelle und lebt ebenfalls noch.  Da Lisa am 22. Januar 2012 das letzte Mal gekalbt und bei ihrer letzten Kontrolle noch 9,9 kg Milch gegeben hat, ist es wohl eine Frage der Zeit, bis sie von Bagatelle überholt wird.

Erfolgreiche Familie

«Ich freue mich riesig über die hohe Leistung von Bagatelle», sagt Gertsch. Erfreulich sei auch, dass sie sehr gut züchte: «Rubens Amélie, die Miss der VSA 2014, ist eine Urgrosstochter von Bagatelle.»

Gekauft hatte Gertsch Bagatelle im Herbst 2000, nachdem er als Vorstandsmitglied der Schweizer Jungzüchter den Betrieb von Familie Krummen bei Mühleberg BE besuchte. Alfred Krummen habe sie einst als Kalb  an der RH-Night-Auktion in Burgdorf als Kalb ersteigert. «Sie war eine mittelgrosse, eher rundliche Kuh, durchschnittlich in Milch, aber mit einem sehr guten Euter ausgestattet, und  das Besondere an ihr war der graue Farbton im schwarzen Fell», erinnert Gertsch sich.

Er habe sich sofort für sie interessiert, obschon er von seinen Jungzüchterkollegen belächelt worden sei: «Sie habe doch zu wenig Milch und kein Show-Appeal und sei sowieso zu teuer.» Er sei sich zum Glück dann doch mit Krummen handelseinig geworden.

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