18.04.2018 16:21
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Fütterung
Bio Suisse: Nur noch 5% Kraftfutter
Nur noch 5 Prozent Kraftfutter und ausschliesslich Schweizer Knospe-Futter: Die Delegierten von Bio Suisse haben strengere Fütterungsrichtlinien bei Wiederkäuern beschlossen. Beschlossen wurden zudem die Ja-Parole zur Fair-Food-Initiative sowie Stimmfreigabe zur Initiative für Ernährungssouveränität.

Ab 2022 werden Wiederkäuer gemäss den Bio Suisse Richtlinien einen Anteil von maximal fünf Prozent Kraftfutter wie Getreide und Eiweisskomponenten fressen. Die Mühlennebenprodukte wie Kleie und Futtermehl werden ab dem gleichen Datum zum Grundfutter gerechnet. Gleichzeitig soll das zugeführte Futter künftig aus Schweizer Knospe-Produktion stammen.

Die Umstellung erfolgt schrittweise. Per 2020 muss mindestens neunzig Prozent des Futters für Wiederkäuer aus Schweizer Knospe-Produktion stammen, ab 2022 sollen es hundert Prozent sein. Mit dieser Verschärfung will Bio Suisse erreichen, dass die Fütterung die menschliche Ernährung nicht dirket konkurrenzieren soll. Zudem soll die einheimische Futterproduktion gestärkt werden.

Dem Entscheid war eine längere Diskussion mit diversen Änderungsanträgen vorausgegangen, am Schluss haben die Delegierten dem Vorschlag des Vorstands deutlich gutgeheissen.

Die Delegierten fassten zudem die Parolen zu zwei Initiativen. Bio Suisse sagt Ja zur Fair-Food-Initiative und beschloss Stimmfreigabe für die Initiative für Ernährungssouveränität.

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