22.07.2018 07:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
Biomilchbauern leiden unter Dürre
Auch in Dänemark haben die Landwirte mit den Folgen fehlender Niederschläge zu kämpfen. Wie der Dachverband der dänischen Land- & Ernährungswirtschaft (L&F) kürzlich berichtete, haben die Biomilcherzeuger immer mehr Probleme, genügend Raufutter für die Tiere zu bekommen.

Das heisse und trockene Wetter schade der Raufutterproduktion, und an einigen Stellen böten die Felder einen traurigen Anblick. „Viele Bauern werden eine ernste Futtermittelknappheit im Winter erleben, selbst wenn in absehbarer Zukunft Regen kommt“, warnte der Abteilungsleiter für Ökologie im L&F, Hans Erik Jørgensen.

Daher hat der Dachverband die dänische Landwirtschaftsbehörde aufgefordert, den geforderten Anteil von 60% Biofutter um zehn Prozentpunkte auf 50% zu senken. Ähnliches sei 2013 mit einer Reduzierung um 5 Prozentpunkte geschehen, doch sei die Situation in diesem Jahr wesentlich kritischer und der Schaden für das Graswachstum so gross, dass fehlende Mengen kaum ausgeglichen werden könnten. 

„Wir wollen eigentlich nicht die Anforderung lockern, dass ökologische Tiere biologisch ernährt werden müssen, aber wir sehen uns gezwungen, die Quote für Biofuttermittel zu reduzieren, damit die Produzenten den Mangel an Raufutter ausgleichen können“, erklärte der Vorsitzende des Branchenverbandes Organic Denmark, Per Kølster. 

Die dänische Landwirtschaftsbehörde äusserte zwar viel Verständnis für die schwierige Situation der Biomilcherzeuger, teilte aber mit, dass die EU-Kommission noch keinen derartigen Beschluss gefasst habe. L&F forderte daraufhin die Landwirtschaftsbehörde auf, dass sich diese stärker für eine Ausnahmeregelung bei der EU-Kommission einsetzen solle.

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