10.10.2016 12:06
Quelle: schweizerbauer.ch - Marcel Wipfli
Braunvieh
Braunvieh-Betriebsmanager mit Spitzenresultaten
Braunvieh Schweiz zählt immer mehr Betriebe auf der Betriebsmanagementliste. Die besten Betriebe machen mit Traumresultaten in Bezug auf Leistung und Fitness Werbung für die Rasse und ihr Management.

«Sie können für sich in Anspruch nehmen, dass Sie zu der absoluten Spitze gehören. Wer heute eingeladen ist, hat es verdient», so Markus Zemp, Präsident von Braunvieh Schweiz, anlässlich der Preisübergabe der besten Betriebsmanager in Ganterschwil SG. Die Feier fand auf dem Betrieb von Urs Fischbacher statt, der selbst sechs Mal in Folge die Betriebsmanagementliste erreichte.

Die 2 Prozent Besten

Tatsächlich sind die Anforderungen für die Betriebsmanagementliste sehr hoch. Etwas mehr als 2 Prozent der Betriebe von Braunvieh Schweiz erreichten im letzten Kontrolljahr die Anforderungen. Von den 244 Betrieben stammen 129 aus dem Berggebiet und 115 aus dem Talgebiet. Gegenüber dem Milchkontrolljahr 2003/2004 mit rund 100 Betrieben hat sich die Zahl der Betriebe auf der Liste somit mehr als verdoppelt.

Dies spricht für die Betriebsleiter, ihr Management, aber auch für die Rassen Braunvieh und Original Braunvieh. Neben der Leistung und dem Milchgehalt werden auch die Nutzungsdauer, die Fruchtbarkeit und die Eutergesundheit auf hohem Niveau gezüchtet. Für die Publikation auf der Betriebsmanagementliste müssen die Betriebe im vergangenen Milchkontrolljahr die folgenden Mindestanforderungen übertreffen:

Mindestens 10 Laktationsabschlüsse mit mindestens 250 Laktationstagen.
Milchleistung: mindestens 7000 kg im Talgebiet bzw. 6500kg im Berggebiet.
Eiweissgehalt: mindestens 3,4% im Talgebiet bzw. 3,3% im Berggebiet.
Lebensleistung: mindestens 25000 kg Milch.
Serviceperiode: maximal 110 Tage.
Zellzahl: maximal 110000 pro Milliliter.

Bester Betriebsmanager

Bei der Übergabe der Preise ging Reto Grünenfelder, Vizepräsident des Verbandes, nochmals auf die sensationellen einzelnen Werte ein. 12 Mal in Folge erreichte Willi Vogt aus Güttingen TG die Liste. Dicht hinter Vogt folgt Peter Kälin, Egg SZ, der mit seinen Tieren auch im Schauring grosse Erfolge hat. Kälins Herde war 11 Mal in Folge auf der Liste. 10 Mal erreichten Armin und Erwin Niederberger, Unterägeri ZG, und Eugen Arnet-Koller, Buttisholz, die Liste. Folgende Züchter wurden auch geehrt:

8 Mal: Adrian-Georg Sager, Buch bei Frauenfeld TG; Hans-Ruedi Tanner, Neukirch (Egnach) TG.  
7 Mal: Daniel Felder, Schüpfheim LU.
6 Mal: Hans Frischknecht, Waldstatt AR; Urs Fischbacher, Ganterschwil SG.
5 Mal: Hans Burri-Ambühl, Schachen LU; Arnold Schatt-Lacher, Feusisberg SZ.

Auch die folgenden besten Einzelwerte in der Betriebsmanagementliste sind eindrücklich:

Berggebiet: höchste kg Milch Bergbetrieb (11'566kg): August Koller, Ardez GR; höchste % Eiweiss  (3,84%): Karl Neff, Brülisau AI; höchste Lebensleistung (40'565kg): Johann Manser, Gonten AI; tiefste Serviceperiode (76 Tage): Markus Dörig, Haslen AI, Albin Fässler, Bennau SZ, und Gebr. Johann-Andrea und Reinhard Heinz, Flerden GR; tiefste Zellzahlen (26'000 Zellzahl): Daniel Felder, Schüpfheim LU.

Talgebiet: höchste kg Milch Talbetrieb (10'586kg): Erwin Schweizer, Flawil SG; höchste % Eiweiss  (3,70%): Ueli und Martin Schaufelberger, Rüti ZH; höchste Lebensleistung (50'173kg): Anton und Peter Gisler, Altdorf UR; tiefste Serviceperiode (67 Tage): Jürg Huber, Kaltbrunn SG; tiefste Zellzahlen (30'000 Zellzahl): Hansruedi Aemisegger, Illighausen TG.


SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE