Sonntag, 4. Dezember 2022
15.10.2012 15:04
Bruna 2012

Der Weltkongress ist auch für Züchter interessant

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: Susanne Meier

Vom 6. bis 8. Dezember 2012 findet die Bruna mit Europameisterschaft und Weltkonferenz. Der «Schweizer Bauer» berichtet in loser Folge über frühere Schweizer Erfolge an Europameisterschaften. Lucas Casanova, Direktor von Braunvieh Schweiz, leitet den Weltkongress. Er erwartet Besucher aus der ganzen Welt.

Interview: Susanne Meier«Schweizer Bauer»: In gut zwei Monaten finden die Bruna 2012 und der Braunvieh-Weltkongress statt.  Haben sie schon viele Anmeldungen?
Lucas Casanova: Bis Ende letzter Woche sind rund 200 Anmeldungen für den Weltkongress eingegangen. Im Dezember erwarten wir  etwa 400 Teilnehmer. Doch wir spüren die Auswirkungen des starken Frankens und der Dürre in den USA. Einige Vorreservationen wurden wieder annulliert.

Aus welchen Ländern reisen  die Delegationen an?
Die Besucher stammen – Stand heute – aus 15 Ländern aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien.  Die meisten kommen aus der Schweiz und Österreich, den USA, Deutschland und Italien.

Sie sind verantwortlich für die Vorbereitung des Weltkongress. Laufen die Arbeiten nach Plan?
Ja, wir sind auf Kurs. Die Vorbereitungen laufen ja auch schon seit 2009.

Nach welchen Kriterien haben Sie  die drei Themen des Weltkongresses, Braunvieh in unterschiedlichen  Ländern, genomische Selektion und funktionelle Merkmale, gewählt?
Ein Weltkongress soll, wie es sein Name sagt,  alle Braunvieh haltenden Länder einbeziehen. Die Genomik und die funktionellen Merkmale wiederum sind gegenwärtig die beiden wichtigsten Aspekte in der Braunviehzucht.

Auf welchen der internationalen Referenten freuen Sie sich persönlich am meisten?
Da kann ich nichts herauspicken, dazu ist das Programm zu vielfältig. Wir wollen bewusst Bauern, Fachleute aus der Branche und Forscher ansprechen. Der Kongress soll keine elitäre Veranstaltung sein.

Letzte Woche wurde auch bekannt, welche Zuchtbetriebe im Vorfeld der Konferenz besucht werden. Ist Ihnen die Auswahl leicht gefallen?
Natürlich wollen  wir interessante, bekannte Zuchtbetriebe zeigen, die gute Werbung fürs Braunvieh machen. Wir besuchen Berg- und Talbetriebe und auch einen Original-Braunvieh-Züchter. Doch die Betriebe  müssen auch gut erreichbar sein. Für die Delegationen aus den USA, aus Frankreich und Italien planen wir massgeschneiderte Besichtigungen.

Welche Eindrücke vom Braunviehland Schweiz sollen die Kongressteilnehmer mit nach Hause nehmen?
Wenn die Teilnehmer nach dem Kongress sagen, «wow, das war ein toller Anlass, und wir haben super Kühe gesehen» – dann sind wir zufrieden.

Mehr zum Thema
Milchvieh

Die Familie Scherrer mit ihren Rekordkühen.Braunvieh Schweiz Die Familie Scherrer aus Egnach TG kann einen weiteren Rekord feiern. Acht ihrer Braunvieh-Kühe haben eine Lebensleistung von über 100‘000 Kilo Milch erreicht,…

Milchvieh

pixabay Durch die Unterscheidung der Zelltypen in der Milch können laut Genetics GmbH Infektionen rund 20% häufiger identifiziert werden. Die neue DSCC-Analysetechnik (Differenzial Somatic Cell Count) bestimmt die Zelltypen Makrophagen…

Milchvieh

Frank Rindlisbacher (l.) und J.W. Tolkamp präsentieren derzeit an der Agrama die Kuhtoilette.Leonie Hart Die Rindlisbacher AG mit Sitz in Obergerlafingen SO stellt auf der diesjährigen Agrama die sogenannte «Kuhtoilette»…

Milchvieh

Kanton Freiburg In der öffentlichen Debatte wird häufig ein negativer Zusammenhang zwischen der Betriebs- respektive Herdengrösse und dem Tierwohl vermutet. Das ergab zuletzt laut dem «Elite-Magazin» online eine Umfrage der…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE