21.02.2020 12:24
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Solothurn
Drillinge: Bauernfamilie im Glück
Vor einer Woche konnte sich die Familie Reinhart aus Rüttenen SO über eine besondere Überraschung freuen. Ihre Kuh Jelena brachte drei gesunde Kälbchen auf die Welt.

Es ist ein ganz seltenes Ereignis, dass die Bauernfamilie in der Nacht von Freitag vor einer Woche erleben durfte. Eine ihrer 45 Holstein-Kühe trug drei gesunde Kälber aus, zwei Stierkälber und ein Kuhkalb. 

0,007 Prozent

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kuh Drillinge auf die Welt bringt, liegt laut der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft bei 0,007 Prozent. Noch niedriger liegt die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Kälber die ersten Lebenswochen überstehen und auch die Kuh gesund ist.

Die viereinhalbjährige Jelena hat am 14. Februar 2020 zum dritten Mal abgekalbt. «Sie ist eine sehr zutrauliche und ruhige Kuh, die jedoch auch gerne mal den ‘Chef’ raushängt,», sagt Irene Reinhart gegenüber schweizerbauer.ch.

Gut in Laktation gestartet

Da Jelena nach mehreren Besamungen nicht trächtig wurden, setzten die Reinharts «Silian-7» ein. In Silian-Dosen ist gemäss Swissgenetics Mischsperma, nicht ein Mischspermium. Es sind dort Samenzellen von drei verschiedenen Stieren enthalten – von einem Simmentaler, einem Limousin und einem Angus. Ungefähr acht von zehn Tieren nehmen bei Besamungen mit Silian auf. «Wir rechneten uns grössere Chancen aus, dass Jelena trächtig wird», erklärt Irene Reinhart.

Jelena hat die Geburt gut überstanden. «Sie hatte kleine Startschwierigkeiten, nun ist sie aber gut in die Laktation gestartet», fährt Reinhart fort. Den drei Kleinen habe man nichts angemerkt. «Sie sind alle wohlauf und munter», freut sie sich. 

Mehrlingsgeburten in den Genen

Auch Jelenas Mutter hat Erfahrung mit Mehrlingsgeburten. Sie brachte bereits zweimal Zwillinge auf die Welt. Und auch Jelenas Grossmutter lebt noch auf dem Betrieb. «Sie ist unsere älteste Kuh im Stall, sie trägt bereits das 14. Kalb aus», erklärt Irene Reinhart.

Die Drillinge eignen sich nicht für die Nachzucht und werden verkauft. «Unsere eigene Nachzucht geben wir auswärts in einen Aufzuchtbetrieb», so Reinhart. Die Bauernfamilie führt einen Milchwirtschaftsbetrieb im solothurnischen Rüttenen. Die Milch der 45 Holsteinkühe wird an die Mooh geliefert.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE