26.03.2020 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Weide
Ein Draht reicht nicht
Plastikpfähle in den Boden stecken und einen Draht spannen: So ist schnell gezäunt – aber nicht sicher genug.

Für jede Tierart gibt es Vorgaben, wie ein Zaun auszusehen hat. Hält sich der Bauer nicht daran, kann er in einem Schadenfall zur Verantwortung gezogen werden. Für Kälber, Rinder und Kühe muss eine Umzäunung zwei Drähte aufweisen, für den Stier einen dritten. Auch für Pferde werden drei Drähte empfohlen. 

6 bis 8m Abstand

Bei Verwendung von Litzen und Drähten sowie bei  breiten Bändern sollten laut der Firma Horizont die Pfähle im Abstand von 6 bis 8m gesteckt oder geschlagen werden. Bei 20mm breiten Bändern sind 5m Abstand, bei 40mm breiten Bändern 3m ratsam. 4m voneinander entfernt sollten die Pfähle bei 7 bis 8mm dicken Elektroseilen stehen. 

Nie unter 2000 Volt

Je länger der Zaun, je behaarter das Tier und je stärker der Bewuchs, desto grösser muss die Spannung des Elektrozaungeräts sein. Sie sollte an keiner Stelle des Zauns unter 2000 Volt fallen. 

Achtung bei zwei Zäunen

Elektrozäune, die weniger als zwei Meter Abstand zueinander aufweisen, dürfen laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) nicht durch zwei verschiedene Elektrozaungeräte betrieben werden. Werden Elektrozäune in unmittelbarer Nähe von Knoten- oder Maschengitterzäunen errichtet, sind Vorkehrungen zu treffen, die die gleichzeitige Berührung beider Zäune durch Kinder verhindert. In der Regel ist ein vertikaler Abstand von 40cm dafür ausreichend. 

Auf das Anbringen eines Elektrozaunes oberhalb des geerdeten Knoten- oder Maschengitterzaunes soll verzichtet werden. 


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