28.09.2015 14:07
Quelle: schweizerbauer.ch - rh
Kanada
Eine Legende ist abgetreten
Vor einer Woche musste Albert Cormier aus Gesundheitsgründen seine Calbrett-Herde versteigern. Eine Legende trat ab.

In der Brubacher Sales Arena in Guelph, Ontario, wurde schon für manche legendäre Zuchtherde mit der Versteigerung das letzte Kapitel geschrieben. So auch am Samstag vergangener Woche, als Albert Cormier mit dem Cormdale Legacy Sale aus gesundheitlichen Gründen von der Holsteinzucht Abschied nehmen musste.

Wer in der nordamerikanischen Holsteinszene etwas zu sagen hat, kam zu Ehren von Cormier zur Versteigerung, so auch die nach Guelph ausgewanderten Eric und Oscar Dupasquier (vgl. Bild). Cormier war für viele Holsteinzüchter Mentor und Inspiration. Seine Ideen für die progressive Entwicklung und Vermarktung von Kuhfamilien (z.B. Lila Z), neue Strategien wie zuletzt Rotfaktor und Polled aus besten Kuhfamilien sowie das Zusammenstellen von breiten Züchtersyndikaten zur Risikoverteilung brachte die Holsteinzucht im Genomzeitalter vorwärts.

Insgesamt wurden die 140 Tiere aller Qualitäten im Schnitt für rund 5'000 Franken verkauft. Mit 34'000 Dollar war Calbrett Kingboy Miranda P, eine hornlose Tocher von Kingboy aus einer Ladd P aus Snowman aus der Mutter von West Port Magna P, das teuerste Tier. Sie hat das gesuchte Beta-Kasein A2A2 und ist genomisch die höchste hornlose Rotfaktorträgerin nach Typ (PTAT) und Fundament, kombiniert mit +2364 GTPI. Gekauft hat Vogue Cattle ein Syndikat von Dave Eastman (früher Genervations), Mapel Wood und  Oconnors.

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