Dienstag, 3. August 2021
19.07.2019 14:00
Niederlande

Fünf 100’000er-Kühe im Ring

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Von: Daniel Salzmann

An der niederländischen Nationalschau hatte der Betrieb Oelhorst Holstein gleich fünf 100000er-Kühe im Ring.

«So etwas habe ich noch nie gesehen», sagte Franz Salzmann von der Süri bei Neuenegg BE im Anschluss an die NRM-Schau im niederländischen Zwolle. «Gleich fünf 100000er-Kühe, in bester Verfassung, gleichzeitig im Ring – und alle vom selben Betrieb!»

Der Eigentümer der Kühe, Bert Luttikhedde: «Dieser Moment war für mich sehr speziell, sehr emotional. Für mich persönlich steht unsere fünffache Teilnahme in der Kategorie der 100’000er-Kühe noch höher als ein Championtitel mit einer einzigen Kuh.»

Alle von derselben Kuh

Im Ring stand unter anderen Oelhorst Coba 35, eine Shottle-Tochter mit über 138’000 kg Lebensleistung (vgl. Bild). Sie wurde Reserve-Champion bei den 100’000er-Kühen. Neben Coba 35 standen Coba 96, ebenfalls eine Shottle-Tochter mit 131’000 kg, Coba 63, eine Goldwyn-Tochter mit 131’000 kg, Coba 30, eine Okendo-Tochter mit 124’000 kg, und schliesslich Coba 28, eine Douglas-Tochter mit 103’000 kg. Salzmann hatte zusammen mit Thomas Kobel aus Langnau i. E. BE die Ehre, diese Kühe für die Schau vorzubereiten.

Sie wurden engagiert von der niederländischen Genetik- und Herdenmanagementfirma Hemskeerk und betreuten auch die Nachzuchtgruppen der Stiere Nirvana und MVP. Bert Luttikhedde weist im Gespräch darauf hin, dass von diesen fünf Kühen vier das Prädikat «Excellent» und eine das Prädikat «Very Good» habe. Speziell sei auch, dass vier der fünf Kühe Enkelinnen und die fünfte eine Urenkelin von Coba 565 sind. Und zuhause hätte Luttikhedde sogar noch eine sechste 100’000er-Kuh gehabt. Alle Coba-Kühe, mittlerweile sind es über 1000, gehen auf dieselbe Stammkuh Celsius Coba zurück, die Berts Vater Freek Luttikhedde 1971 von seinem Onkel gekauft hat.

«Nicht zu grosse Kühe»

Bert Luttikhedde führt mit seiner Frau Marjon unter Mithilfe seiner Eltern den Betrieb Oelhorst Holsteins in Ambt Delden. Sie erledigen die Arbeiten auf dem Betrieb mit 75 Hektaren Land und 110 Kühen und 100 Stück Jungvieh ohne Angestellte – «Arbeit genug», kommentiert Luttikhedde. Gemolken wird mit zwei Lely-Robotern, Friesland Campina zahlt 35 Cts/kg (39 Rp.). Der Herdendurchschnitt liegt bei 12’300 kg.

Für langlebige Kühe achtet Luttikhedde bei der Auswahl der Stiere – neben der Milchleistung – auf eine gute Fruchtbarkeit. Beim ersten Kalb dürften die Kühe nicht zu «scharf» sein, sondern müssten etwas auf den Rippen haben. Und die Kühe dürften auch nicht zu gross sein, seine 100’000er-Kühe seien rund 1,52 m gross. Die genannten Superkühe laufen in der Herde mit und erhalten dieselbe Totalmischration.  

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