28.04.2018 16:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Grünfutter beeinflusst Fettgehalt
An den Einfluss von Gräsern und Kräutern im Kuhfutter für den Gehalt an ungesättigten Fettsäuren in der Milch hat das deutsche Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erinnert.

Anlässlich der beginnenden Weidesaison erklärte das BZfE am vergangenen Mittwoch, dass ein hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren nicht nur die Streichfähigkeit der aus der Milch gewonnenen Butter verbessere, sondern auch gesundheitsfördernd für die Menschen sei.

Vor allem der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und konjugierten Linolsäuren (CLA) sei hier deutlich erhöht und habe positive Effekte. Für einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren in der Milch müsse die Kuh nicht unbedingt auf die Weide gehen, räumte das BZfE ein. Frässen die Kühe viel Grünfutter im Stall, ändere sich die Zusammensetzung des Milchfetts ebenfalls zugunsten der ungesättigten Fettsäuren.

Das Bundeszentrum verwies auf eine Veröffentlichung des Thünen-Instituts (TI), wonach bei ganztägigem Weidegang und Kraftfutter-Beifütterung eine Milchleistung von maximal 30 kg pro Tag erreicht werde. Dazu nähmen die Kühe etwa 22 kg Trockensubstanz (TS) auf. Wenn eine Kuh nur frisches Gras fressen würde, müsste sie wegen des hohen Wassergehaltes täglich mehr als 130 kg aufnehmen. Das sei nicht möglich, betonte das BZfE. Deshalb müssten andere Futtermittel mit höherem TS-Anteil hinzukommen.

Abschliessend hob das deutsche Bundeszentrum die Umwelteffekte durch Beweidung und Bewirtschaftung von Grünland hervor. Regelmässiges Mähen und Beweiden pflege die Landschaft und verhindere, dass sich Büsche und Bäume ausbreiteten. Dadurch werde Lebensraum für Pflanzen und Tiere, die solche Bedingungen brauchten, geschaffen. Grünland sei aber nicht nur für die Artenvielfalt von hoher Bedeutung, sondern auch für den Gewässer-, Boden- und Klimaschutz.

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