5.04.2018 16:30
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Holstein Switzerland
Holstein: Aebischer folgt auf Hitz
Die Delegierten von Holstein Switzerland wählten Hans Aebischer zum neuen Präsidenten. Aebischer übernimmt damit das Präsidium von Andreas Hitz, der nach fünf Jahren zurücktritt. -> Mit Videointerview

Die Delegierten von Holstein Switzerland wählten am Donnerstag im Forum Freiburg das Vorstandsmitglied Hans Aebischer aus Bösingen FR zum Nachfolger des abtretenden Präsidenten Andreas Hitz. Aebischer wird damit nach Hitz zweiter Deutschschweizer Präsident der Genossenschaft. Hitz trat nach 17 Jahren im Vorstand, wovon fünf Jahre als Präsident zurück. Vize-Präsident Francis Terreaux aus Arconciel FR stellte sich nicht zur Wahl.

Neue Vorstandsmitglieder

Auf der Traktandenliste standen die Erneuerungswahlen des Vorstandes. Gemäss den Statuten bestehe der Vorstand aus höchstens elf Mitgliedern. Folgende vier Holsteinzüchter ersetzen die drei abtretenden Andreas Hitz, Kurt Sätteli und Philippe Meylan: Stefan Käser, Andreas Bärtschi, Patrick Demont und Daniel Emmenegger, der für den Innerschweizer Wahlkreis als Ergänzung in den Vorstand gewählt wurde.

Folgende bisherige Vorstandsmitglieder wurden von den Delegierten für eine weitere Amtsperiode bestätigt: Patrick Chételat, Bruno Charrière, Simon Brügger, Patrick Blum, Bruno Gyger sowie Vize-Präsident Francis Terreaux und Präsident Hans Aebischer.

Hans Aebischer

Der 52-jährige Hans Aebischer führt mit seinem Bruder in Bösingen FR einen Milchwirtschafts- und Ackerbaubetrieb mit 81 ha LN, 35 Kühen und 50 Aufzuchtrindern. Der Herdenschnitt liegt bei 9400 kg mit 4,1 % Fett und 3,3 % Protein. Das Zuchtziel bei Schlossgut Holstein sind langlebige Kühe mit guten Eutern und Fundamenten. Neben der Saatgetreideproduktion von Gerste, Weizen und Hafer werden Ackerbohnen, Zuckerrüben und Mais angebaut. Auf dem Betrieb arbeiten die zwei Betriebsleiter und deren zwei Söhne mit. Der passionierte Holsteinzüchter setzt sich seit 2006 im Vorstand von Holstein Switzerland ein. Weiter hält er bis Ende 2018 das Präsidium der Expo Bulle inne.

Geinoz kommt für Monteleone

Bereits vor Jahresende wurde mit Michel Geinoz der Nachfolger von Pascal Monteleone bekanntgegeben. Der 43-jährige Geinoz hat einen engen Bezug zur Holsteinzucht. Der Sohn eines Holsteinzüchters machte mehrere Praktiken bei Milchproduktionsbetrieben in Kanada, Deutschland und der Schweiz. Monteleone war seit März 2002 Direktor der Genossenschaft und wird mitte Jahr pensioniert.

Nicht nur Höchstleistungen

Die Bevölkerung äussere sich oft der festen Überzeugung, dass es dem Milchproduzenten finanziell doch viel besser gehen würde, wenn seine Kühe im Schnitt 6000 kg statt 8000 kg pro Jahr produzieren würden, stellte Hitz in seiner letzten Eröffnungsrede nüchtern fest und machte folgendes Beispiel: «Wäre dies so, müssten in unserem Land für gleichviel Milch 150 000 Kühe mehr gemolken werden.»

Mit dem Melken sei es aber bei weitem noch nicht getan, sagte Hitz. Diese Kühe könnten nicht gratis gefüttert werden – für nichts, meinte er weiter und brachte dies in Zusammenhang mit der «Ressourceneffizienz. Hitz betonte aber ausdrücklich, dass nicht auf jedem Milchproduktionsbetrieb eine maximale Milchleistung weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll sei.

Mehr über die DV von Holstein Switzerland lesen Sie im "Schweizer Bauer" vom Samstag, 7. April oder bereits am Freitagabend auf dem E-Paper.

 

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