2.02.2016 16:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Österreich
Horn angeklebt für besseren Preis
In Osttirol wollte sich ein Viehzüchter einen unredlichen Vorteil verschaffen. Um einen besseren Preis für sein Rind zu lösen, klebte er seinem Tier ein Horn an. Italienische Händler zahlen für behornte Tiere höhere Preise. Der Schwindel flog auf.

Hierbei handelt es sich um keinen Scherz. Wie die österreichische „Kleine Zeitung“ am vergangenen Samstag berichtete, sind die Rinderzüchter in Lienz im Osttirol in Aufruhr. Ihr Marktplatz kam ins Gerede wegen „falschen Hörnern“. Dies sei eine Katastrophe für das Image der Züchter im Bezirk, monieren Bauernvertreter.

Auf dem Marktplatz zu Lienz sind oft auch italienische Händler zugegen. Dies deshalb, weil im Südtirol Rinder mit Hörner begehrt sind. Bauern erhalten dort eine Prämie für behornte Tiere, zudem gibt es den Brauch des „Kuhstechens“. Die Händler sollen für solche Rinder bis 6000 Euro (6600 Franken) auf den Tisch legen, schreibt die „Kleine Zeitung“.

Dies wollte sich auch ein Bauer aus der Region Lienz zunutze machen. Weil er sein Tier enthornt hatte, klebte er diesem kurzerhand solche an. Und der Trick schien aufzugehen. An der Versteigerung wurden für das Rind 2800 Euro (3100 Franken) geboten. Damit war die Kalbin das teuerste Tier des Tages.

Doch die Freude währte nur kurz. Als das Rind verlanden wurde, flog der Schwindel auf. Der neue Besitzer kontrollierte das Tier. Just in diesem Moment löste sich das vermeintliche Horn. Für den Verkäufer hat dies nun Konsequenzen. Ein Drittel des Verkaufspreises musste er zurückerstatten. Und schlimmer – sein Ruf ist futsch.

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