Samstag, 5. Dezember 2020
22.10.2020 09:18
Neuseeland

Klimaprofile für Milchfarmen

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Von: AgE

Milchbauern des neuseeländischen Molkereikonzerns Fonterra haben Treibhausgasemissionsprofile für ihre Farmen erhalten. Es sei das erste Mal, dass ein solches Instrument in Neuseeland in grossem Massstab eingeführt werde, um der emissionsarmen Lebensmittelproduktion näherzukommen, teilte die Molkereigenossenschaft mit.

Die Übersichten sind Teil eines betrieblichen Umweltberichtes, der Informationen über Treibhausgasemissionen und Stickstoffbilanzen enthält. Damit verfügten die Bauern nun über ein zusätzliches Instrument in ihrem Werkzeugkasten für mehr Nachhaltigkeit, hob das Unternehmen hervor.

Verständnis fördern

Laut Fonterra-Betriebsberaterin Charlotte Rutherford liefern die Profile Indikatoren wie den geschätzten Gehalt an biologischen Methan- und Lachgasemissionen pro Hektar und die Menge die Emissionen pro Kilogramm Milchfeststoffe. „Einer der wichtigsten Schritte zur Verbesserung des Emissionsprofils ist das Verständnis, woher die Emissionen stammen, und genau das tut dieser Bericht“, erklärte Rutherford. Neuseeländische Milch gehöre bereits heute zu den nachhaltigsten der Welt.

Angesichts der zunehmenden Kunden- und Konsumentennachfrage nach klimaschonenden oder -neutralen Produkten müsse dies sowohl aus regulatorischer als auch aus Marktsicht in Zukunft aber noch besser werden. Rutherford wies darauf hin, dass beispielsweise Nestlé bis 2050 das Ziel für eine Netto-Null-Emission ausgegeben habe und der Kaffeeanbieter Starbucks den CO2-Ausstoss bis 2030 um 50% senken wolle.

Neues Futter

Mit den Berichten werde der Schwerpunkt nun auf der Umsetzung praktischer und vernünftiger Lösungen zur Emissionsreduzierung auf den Höfen liegen. Dabei will Fonterra die Produzenten unterstützen und hat beispielsweise kürzlich eine Partnerschaft mit Sea Forest in Australien geschlossen, um zu testen, ob sich mit einer bestimmten Algenart als Ergänzungsfuttermittel eine Senkung des Ausstosses von Treibhausgasen herbeiführen lässt.

In Neuseeland untersucht das Fonterra Forschungs- und Entwicklungszentrum zudem, wie Emissionen durch die Schaffung neuer Fermentationen reduziert werden können, die möglicherweise die methanproduzierenden Bakterien im Verdauungssystem einer Kuh ausschalten können.

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