22.04.2020 18:52
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Milchmarkt
Kriechströme im Stall ausschalten
Kriechströme können bei Neu- wie auch bei Umbauten zu Problemen führen. Tiere reagieren viel empfindlicher auf elektrische Belastungen als wir.

Wichtig ist, die Signale zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Erhöhte Zellzahlen, akute Euterentzündungen, Milchrückgang, aber auch häufiges Koten und Harnen im Melkstand oder Melkroboter, können Anzeichen für Kriechströme im Tierbereich sein.

Es gibt aber auch weniger typische Anzeichen: etwa, dass alle Kühe lieber an der Tränke im Auslauf Wasser aufnehmen als im Stall oder dass sie immer wieder einen Bereich im Stall meiden. Eine Massnahme, um Kriechströmen vorzubeugen, ist der Einsatz von Faserbeton bei Umbauten oder Neubauten. Für die Produktion von Kunstfaserbeton werden dem Beton bei der Herstellung Kunststofffasern zugegeben.

Der grosse Vorteil in der Milchviehhaltung ist, dass bei diesem Beton nur ein spärlicher Einsatz von Armierungseisen für die Statik nötig ist. Durch den geringeren Anteil an Eisen ist die Gefahr der Übertragung und Weiterleitung von Fehlerströmen kleiner. Besonders im Melkstand oder Roboter wird der Einsatz von Kunstfaserbeton empfohlen, da die Kriechströme in diesen Bereichen am meisten Probleme verursachen. 


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