29.10.2013 13:27
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Viehzucht
Kuh vom Handy aus managen
Mit der Smartcow App soll der Brunstkalender überflüssig werden. Dies verspricht die KB-Organisation Swissgenetics. Und mit der App sollen nun auch Meldungen an die Tierverkehrsdatenbank wieder möglich sein.

In Zukunft soll das Herdenmanagement nur noch über das Mobiltelefon erfolgen, womit der Brunstkalender überflüssig werde. Das zumindest kündigt die Besamungsorganisation Swissgenetics an, die gestern die erste Schweizer Brunstkalender-App für Mobiltelefone lancierte. Die Gratis-App namens «SmartCow» ermögliche das mobile Herdenmanagement, indem der Nutzer alle wichtigen Zyklusdaten seiner Tiere via Smartphone im Griff habe, verspricht Swissgenetics.

Automatischer Abgleich

Beim ersten Start von SmartCow würden alle Daten der Tierverkehrsdatenbank (TVD) der eigenen Herde automatisch auf das Mobiltelefon heruntergeladen. Danach müssten lediglich die Brunst des Tieres und die Besamung  eingetragen werden, und  die App  errechne danach alle Zyklusdaten von der nächsten Brunst, über die Trächtigkeitskontrolle, das Trockenstell-Datum bis zum voraussichtlichen Abkalbetermin.

Und mit SmartCow sollen auch Meldungen an die TVD erfolgen können.   Ganz neu ist das zwar nicht. Denn schon auf der alten Version der Tierverkehrsdatenbank konnte über Mobiltelefone zugegriffen werden. Seit der Einführung der neuen Plattform «Agate» war dies jedoch nicht mehr möglich.

Geburtsmeldungen sollen möglich werden

In der aktuellen Version von SmartCow können Zugangs- und Abgangsmeldungen wie auch Bestellungen von Ersatzohrmarken getätigt werden. «Geburtsmeldungen über die App sind noch nicht möglich, die Einführung zu einem späteren Zeitpunkt ist aber vorgesehen», sagt René Bucher, Marketingchef bei Swissgenetics.
Er kündigt aber noch eine weitere Ergänzung der App an: «Wir haben vor, Smartcow an unsere Datenbank anzubinden. Damit sollen Besamungsmeldungen direkt in die App übernommen werden.»

Trotzdem soll die Gratis-App auch in Zukunft für Züchter nutzbar sein, welche mit freien Besamern und Fremdgenetik arbeiten. «Züchter, welche nicht mit uns besamen, können die Besamungen auch über die  App eingeben. Diese werden aber nicht automatisch abgeglichen», erklärt Bucher. Besamungsmeldungen müssen demnach nachträglich manuell eingegeben werden.

Swissgenetics hofft auf möglichst viele Rückmeldungen der User, welche dann wieder in die Verbesserung der App einfliessen sollen.

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