23.06.2013 12:19
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Kuhkomfort und gutes Futter bringen hohe Milchleistung
Die Milchkühe in deutschen Ställen erbringen nur aufgrund intensiver Tierbetreuung, verbunden mit modernen Stallsystemen und einer hochqualitativen Fütterung, hohe Leistungen. Anderer Zusatzmittel bedarf es dazu nicht.

Das hat der Deutsche Bauernverband (DBV) mit Blick auf die ARD-Sendung "Plusminus" klargestellt, in der der Eindruck erweckt worden war, dass die Kühe in Deutschland flächendeckend „Dopingmittel“ erhielten, um eine hohe Milchleistung zu erbringen. Konkret war dabei das seit April 2013 für den deutschen Markt zugelassene Mittel Kexxtone zur Bekämpfung von Stoffwechselstörungen als Beispiel aufgegriffen worden.

Die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende Steigerung der Milchleistung sei aufgrund eines besseren Kuhkomforts zusammen mit züchterischen Fortschritten erreicht worden, erklärte der Bauernverband. Ein entscheidendes Zuchtziel sei heute die Langlebigkeit der Milchkühe. Je älter eine Kuh werde, desto wertvoller sei sie für den Bauern.

Plusminus hatte berichtet, dass das seit Januar neu zugelassene Medikament Kexxtone heftig beworben werde. Kexxtone wirke gegen eine Stoffwechselerkrankung der „lebenden Milchmaschinen“, so die ARD-Sendung. Zu Wort kam der Tierarzt Rupert Ebner, der kritisierte, dass die Zucht den Weg zu immer mehr Milch pro Tier gehe. Kexxtone werde zu einem Zeitpunkt eingesetzt, wenn die Kuh völlig gesund sei.

„Kexxtone nimmt Einfluss auf die Physiologie, auf den Pansenstoffwechsel der Kuh in der Erwartung, dass diese Krankheit irgendwann
eintritt. Und damit verhindert man, dass der Bauer sich Mühe gibt, die Kühe perfekt zu füttern“, so Ebner. Gleichzeitig ermögliche man noch höhere Milchleistungen.

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