13.06.2013 19:05
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Bio Suisse
Maureen gewinnt ersten Kuhmarathon
Maureen ist die Siegerin des weltweit ersten Kuhmarathons. Die vierjährige Jersey-Kuh legte die Distanz von über 42 Kilometer am schnellsten zurück. Büffelkuh Sandy holte sich den zweiten Rang.

Am 27. Mai 2013 lancierte Bio Suisse eine globale Premiere. Zum ersten Mal traten Kühe zu einem Marathon von 42, 195 km an. 10 Biokühe – Baldrian, Maureen, Sandy, Gurt, Belfina, Turbo, Fanni Feier, Alabama, Vita und Bella – liefen um die Wette. Die auf der Weide zurückgelegten Distanzen wurden mittels GPS-Sender aufgezeichnet. Somit mussten die Tiere ihren Hof nicht verlassen.

Büffelkuh auf Rang 2

Das Publikum konnte auf seinen Favoriten setzen.  Das Angebot zum Tippen wurde auch rege genutzt. Nicht weniger als 2'476 Personen haben teilgenommen. Zudem hatten sie die Möglichkeit, über Facebook das Rennen zu verfolgen. Siegerin wird jene Kuh werden, die zuerst die Distanz absolviert haben wird.

Am vergangenen Mittwoch wurde nun die Siegerin ausgezeichnet. Stolze Gewinnerin ist die Jersey-Kuh Maureen aus dem freiburgischen Riaz. Die fitte Dame verwies Büffelkuh Sandy auf Rang 2, die Bronzemedaille holte sich die fast 10-jährige Baldrian aus Rheinau. Maureen benötigte insgesamt 10 Tage, um die 42 Kilometer zurückzulegen.

Niederschläge benachteiligten einige Kandidatinnen

Der Besitzer von Siegerkuh Maureen ist natürlich sehr stolz. „Maureen hat das super gemacht“, lässt sich Cyrill de Poret im Communiqué von Bio Suisse zitieren. Doch auch der Halter von Silbermedaillengewinnerin Sandy, Cla Denoth, hat Grund zur Freude: „Wir waren überzeugt, dass unsere Büffelkuh im vorderen Feld dabei sein wird.“ Eher überraschend auf den dritten Rang schaffte es die rüstige Baldrian. Bettina Engels ist ebenfalls sehr stolz auf ihre Kuh: „Unsere alte, grosse und schwere Baldrian hat ihre Sache souverän gemacht. Sie hat es allen gezeigt, die über ihren Namen geschmunzelt haben“.

Doch nicht für alle Teilnehmerinnen herrschten dieselben Bedingungen. Aufgrund der starken Niederschläge waren die Kuhdamen, welche in höheren Lagen zu Hause sind, benachteiligt. Vor allem Kühe aus der Zentral- und Ostschweiz mussten längere Zeit auf den Weidegang verzichten und konnten ihre Kilometer nur im Stall oder Laufhof abspulen.

Hintergrund Sonderthema Tierwohl

Mit der gelungenen Aktion konnten die Biobauern beim Konsumenten punkten. Ob es im kommenden Jahr wieder einen Kuhmarathon geben wird, ist noch unbekannt. Freude haben sicher auch jene 329 Personen, die auf Maureen getippt haben. Diese nehmen and der Verlosung des Hauptpreises von drei Übernachtungen im Bio-Hotel L’Aubier in Neuenburg teil.

Hintergrund der Marathons ist eine Kommunikationskampagne zum „Sonderthema“ Tierwohl. Mit verschiedenen Massnahmen will die Dachorganisation der Schweizer Biobauern den Konsumenten vermitteln, dass Biotiere artgerecht gehalten und mit Bio-Futter gefüttert werden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE