4.08.2020 17:47
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt/blu
Swissherdbook
Milch: Fett-Eiweiss-Quotient
Neu wird auf dem Laborbericht der Milchkontrolle bei Swissherdbook auch der Fett-Eiweiss-Quotient publiziert. Der Wert ist in der fünften Spalte des Laborberichts der Milchkontrolle unter der Rubrik «Protein» aufgeführt.

Der Fett-Eiweiss-Quotient (FEQ) sei ein milchleistungsunabhängiger Anzeiger für Stoffwechselsituation der Kuh, schreibt Swissherdbook auf seiner Website.

Optimalerweise liegt der FEQ zwischen 1,0 und 1,4 (Jersey 1,5). Werte über 1,4 könne auf einen Energiemangel, unter 1,0 auf eine Pansenübersäuerung (Strukturmangel, Stärke–/Zuckerüberschuss) hinweisen, heisst es weiter. Der FEQ ergänzt die bisherigen Angaben im Laborbericht. Die Anpassung im Laborbericht ist ab der nächsten Milchkontrolle ersichtlich.

Bei einem Fettgehalt von beispielsweise 3,75% und einem Eiweissgehalt von 3,82% errechnet sich ein Fett-Eiweiss-Quotient von 0,98. In diesem Fall unterschreitet der FEQ den Idealbereich und es besteht die Gefahr der Azidose. Gemäss dem LKV Bayern liegt hier die Ursache häufig bei übermässigen Aufnahme von Kraftfutter und damit Zucker und Stärke bei gleichzeitigem Mangel an strukturreichem Futter.

Bei einem FEQ-Wert über 1,4 besteht die Gefahr einer subklinischen Ketose. Die Kuh nimmt nicht genug Energie auf, um das eingeschmolzene Körperfett ganz abbauen zu können und bildet stattdessen Ketonkörper, die über die Leber ausgeschieden werden müssen. Ein überhöhter Wert des FEQ deutet auf einen Energiemangel der Kuh hin. Vor allem zu Laktationsbeginn steigt der Anspruch der frischlaktierenden Kuh stark an und ist, in Abhängigkeit von der Milchleistung, schwer zu decken, schreibt LKV.  

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