23.02.2018 17:31
Quelle: schweizerbauer.ch - Franz Sutter, Chiara Augsburger*
Milchproduktion
Milch: Kostenrechner soll helfen
Der Kostenrechner Milchproduktion soll helfen, die Produktionskosten auf dem Betrieb zu kennen, zu analysieren und mögliches Kostensenkungspotenzial zu finden. Neu integriert wurden die Vergleichszahlen 2016.

Der aktualisierte Online-Kostenrechner ist ein Dienstleistungsangebot von Agridea, den Schweizer Milchproduzenten, dem Beratungsforum Schweiz und Profi-Lait. Mit wenigen Eingaben kann man die Milchproduktionskosten des eigenen Betriebes  berechnen und mit Referenzwerten einer Vergleichsgruppe aus der zentralen Buchhaltungsauswertung von Agroscope vergleichen.

Hier gehts zum Kostenrechner

Schwachstellen finden

Zunächst werden im Kostenrechner allgemeine Angaben zum Betrieb abgefragt. Danach geben Sie ihre Werte für Ergänzungsfutter, Tierzukäufe, Tierarztkosten usw. ein. Ergänzen Sie die Maske mit dem Erlös für Milch, Tiere und Sonstiges. Jetzt können Sie das aktuelle Vergleichsjahr (neu: 2016) und die Ihrem Betrieb am besten entsprechende Vergleichsgruppe auswählen. 

Dann sehen Sie sofort, bei welchen Positionen Sie besser (grüne Felder) oder schlechter (rote Felder) abschneiden als die ausgewählte Vergleichsgruppe. Als Betriebsleiter müssen Sie sich bei allen roten Positionen fragen, was andere Betriebsleiter hier besser machen. So wird mögliches Verbesserungspotenzial zur Kostenoptimierung auf dem eigenen Betrieb aufgezeigt.

Direktkosten beeinflussen

Die Direktkosten haben einen Anteil von 30 bis 40 Prozent an den Vollkosten der Milchproduktion. Sie können durch Verbesserungen in der Produktionstechnik kurzfristig beeinflusst werden. Ein Beispiel kann der gezieltere Kraftfuttereinsatz sein, um die Kosten für Ergänzungsfutter zu reduzieren. Die Kosten für Ergänzungsfutter machen einen grossen Anteil der Direktkosten aus.

Eine exakt auf das momentane eigene Grundfutter abgestimmte Ergänzungs- und Leistungsfütterung führt oft zu tieferen Kraftfutterkosten. Zusätzlich können durch bessere Milchgehalte und weniger Krankheiten weitere positive wirtschaftliche Effekte resultieren.

Selber handeln

Die schwierige Lage auf dem Milchmarkt mit tiefen Milchpreisen zwingt jeden Milchproduzenten, sich mit seiner wirtschaftlichen Situation auseinanderzusetzen. Wer weiterhin erfolgreich Milch produzieren will, muss die eigenen Kosten kennen und möglichst minimieren. 

*Franz Sutter ist Geschäftsführer Profi-Lait und arbeitet bei der Agridea, Chiara Augsburger arbeitet bei der Agridea. 

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