21.06.2020 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Milchbauern wollen Wertschätzung
Milcherzeuger in Deutschland wünschen sich neben fairen Preisen vor allem die Wertschätzung der Verbraucher für ihre Arbeit.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft (Milag), die zum Internationalen Tag der Milch am 1. Juni 2020 bei Milchkuhhaltern in dem Bundeland durchgeführt wurde. Auch Sorgen und Nöte kamen bei der Befragung zur Sprache. „Wertschätzung, Preise, Klimaveränderung - damit haben wir alle zu kämpfen“, berichtete Milag-Vorsitzender Michael Horper.

Stolz sei er, dass der Berufsstand es geschafft habe, die Lebensmittelversorgung auch während der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten, denn auf die Landwirte könne „man sich verlassen“. Laut Horper steht die Anerkennung schon lange an der Spitze dessen, was sich Landwirte jeglicher Betriebsausrichtung von der Gesellschaft erhoffen, da machten die Milchviehbetriebe keine Ausnahme.

Wenn sich dieWertschätzung in einem fairen Preis widerspiegeln würde, von dem eine Familie ohne Zukunftsängste leben könne, wäre dies eine große Erleichterung. Dabei stünden hinter dem Begriff Wertschätzung auch immaterielle Dinge wie Verständnis, Respekt und Akzeptanz für die bäuerliche Tätigkeit.

Vielen Milchbauern ist laut der Umfrage positiv aufgefallen, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für den Wert der Lebensmittel gestiegen ist; es fehle oft aber noch das Wissen über deren Produktionsbedingungen. Die Milchviehhalter wünschen sich zudem mehr Sachlichkeit in den Diskussionen mit Verbrauchern und der Politik sowie eine Entscheidungsfindung für Lösungen auf wissenschaftlicher und nicht auf emotionaler Basis. Auch könne der Berufsstand attraktiver gestaltet werden, denn es fehlten Mitarbeiter. Auch sollten gesellschaftliche Leistungen, wie zum Beispiel der Erhalt von Kulturlandschaft, honoriert werden.

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