9.03.2018 13:26
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Milchwirtschaft
Milchkühen geht es gut
Das Tierwohl und die Fütterung der Nutztiere sind für die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz sehr wichtige Anliegen. Eine Recherche der Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP zeigt, dass über 90% der Milch-Betriebe und der Schweizer Milchkühe im Fütterungsprogramm GMF oder den Bewegungsprogrammen RAUS und BTS mitmachen, heisst es in einer Mitteilung.

Für die Schweizer Milchproduktion sei es zentral, klare Fakten zu haben, um die Mehrwerte der Schweizer Milchproduktion gegenüber derjenigen im Ausland aufzeigen zu können. Eine Analyse der Zahlen von 2016 zeige nun, dass eine sehr hohe Zahl der Schweizer Milchkühe von mindestens einem Tierwohlprogramm profitieren würden.

65% würden nach dem Programm der graslandbasierten Milchproduktion gefüttert, 47% würden in besonders tierfreundliche Stallhaltungssystemen BTS gehalten und gar 84% würden im Programm RAUS regelmässigen Auslauf erhalten. Fakt ist, dass bereits heute ein Viertel aller Milchkühe von allen drei Programmen profitiert, heisst es in der Mitteilung.

Fast alle Betriebe beteiligen sich

94% der Betriebe würden entweder beim Programm GMF, RAUS oder BTS mitmachen. Dieser hohe Wert zeige, dass die Milchproduzenten bereits heute die Zeichen der Zeit wahrnehmen und viel Zeit und Geld in das Tierwohl investieren würden. Die 65% nach GMF gefütterten Milchkühe seien der Beweis dafür, dass es den Milchproduzenten ernst sei, die Futtergrundlage der Schweiz, das Raufutter, als Hauptfutterkomponente zu verwerten.

Immer wieder würden Diskussionen entstehen, wie viele Betriebe und Kühe sowohl bei BTS wie auch bei RAUS teilnehmen. Die Recherche zeige, dass 44% der Milchkühe und damit fast die Hälfte der Milchmenge aus Betrieben stamme, wo sowohl die Vorgaben von BTS als auch diejenigen von RAUS erfüllt seien. 

76% in mindestens zwei Programmen - starke Argumente 

Verschiedene Milchverarbeiter hätten ihre Anforderungen bezüglich Tierwohl kundgetan und würden von den Milchlieferanten die Beteiligung an dem einen oder anderen Programm verlangen.

Dies habe allerdings wortwörtlich seinen Preis. Auch in Zukunft wollen die Schweizer Milchproduzenten weiterhin Mehrpreise im Laden erzielen können. Nur so sei es möglich, im Schweizer Kostenumfeld weiterhin Milch produzieren zu können. 


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