14.08.2017 15:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Umfrage
Montbéliarde-Kühe als Option?
Die Rasse Montbéliarde hat in der Schweiz laufend mehr Herdebuchtiere. Bald wird die Marke von 10'000 Tieren überschritten. Die formstarke Rasse überzeugt mit einer guten Milch- und Fleischleistung. Wäre die Rasse Montbéliarde auch für Ihren Betrieb eine Option? Diskutieren Sie mit und stimmen Sie ab.

Ihren Ursprung hat die Montbéliarde-Kuh im französischen Jura und in der Region von Montbéliarde in Frankreich. Züchterisch gehört sie in dieselbe Familie wie die Simmentaler-Rasse.

Kräftiger Körperbau

In der Schweiz ist die Rasse auf dem Vormarsch. Der Bestand nahm von 2011 bis 2016 um 2500 auf rund 9600 Tiere zu. 2016 wurden im Vergleich zum Vorjahr 200 neue Herdebuchtiere gezählt. «Das zeigt, dass ein Interesse seitens der Züchter vorhanden ist», sagt Alex Barenco von Swissherdbook gegenüber «Schweizer Bauer». Die Kuhzahl bei Swiss Fleckvieh blieb stabil, jene von Red Holstein nahm sogar um 4600 Herdebuchtiere ab.

Montbéliarde ist eine Milch- und Fleischrasse. Die Tiere sind rotweiss gescheckt, haben einen weissen Kopf, einen weissen Bauch und weisse Beine. Wie Swissherdbook auf seiner Website schreibt, hat die Rasse einen kräftigen Körperbau und weist eine gute Bemuskelung auf. Das durchschnittliche Gewicht einer ausgewachsenen Montbéliarde-Kuh beträgt zwischen 650 bis 850 Kilo, die Grösse liegt zwischen 140 und 150 cm.

Vor allem in der Romandie

Die durchschnittliche Milchleistung erreichte 2016 7'553kg Milch bei 3,74% Fett und 3,33% Eiweiss – das sind 500kg mehr als beim Swiss Fleckvieh und sogar 1800kg mehr als bei den Simmentalern. Angestrebt werden ab der 3. Laktation 8'500kg Milch. Hauptzuchtgebiet in der Schweiz ist die Region des Juras. Die Rasse ist aber in der gesamten Westschweiz verbreitet. In der restlichen Schweiz sind vereinzelte Betriebe vorhanden.

Die robuste und langlebige Rasse ist auch wirtschaftlich interessant. Sie überzeugt nicht nur durch ihre hohe Milchleistung. «Die Montbéliardes liefern Milch und Fleisch. Die Kühe haben Substanz, was sie widerstandsfähiger macht, und die Kälber lassen sich gut vermarkten», sagt Jean-Pierre Rey, Züchter aus Les Verrières NE, gegenüber «Schweizer Bauer». 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE