24.01.2020 14:42
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Organisationen
Profi-Lait stellt Tätigkeit ein
Die Netzwerkorganisation Profi-Lait war in den vergangenen 20 Jahren für die Schweizer Milchproduktion tätig. Nun stellt die Organisation ihre Tätigkeit ein.

Profi-Lait wurde im Jahr 2000 gegründet. Die Zielsetzung der Organisation lautete: Gemeinsam mit allen Akteuren der Wertschöpfungskette eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Milchproduktion in der Schweiz fördern.

Breites Themenfeld

Profi-Lait engagierte und unterstütze die Branchen beim Futterbau, in der Zucht, bei der Haltung und Fütterung von Milchkühen, beim Melken, bei der Milchqualität sowie in der Betriebswirtschaft. Aktuelle Forschungsfragen wurden diskutiert und Bedürfnisse der Beratung und Praxis in die Forschung und Entwicklung hineingetragen.

Profi-Lait setzte sich aus einem 15-köpfigen Leitungsgremium, einem sechsköpfigen Praxisbeirat, einem Geschäftsführer und einem Präsidenten zusammen. Finanziell getragen wurde Profi-Lait in den letzten Jahren von den Schweizer Milchproduzenten, dem Bundesamt für Landwirtschaft, Swissgenetics, Ufa und Nestlé. 

Neben diesen Organisationen waren unter anderem auch Agroscope, HAFL, ETH Zürich, der Schweizer Bauernverband und das FiBL vertreten. Als Geschäftsführer waren unter anderem Christian Hofer, Martin Lobsiger und Franz Sutter tätig.

Änderungen und Neuausrichtungen

Bekannte Projekte, wo Profi-Lait mitarbeitete, waren unter anderem der «Systemvergleich Hohenrain» oder das Beratungsprojekt «Erfolgreiche Milchproduktion, EMP». Zudem führte die Organisation Kurse und Tagungen durch. Die Mitorganisation des Schweizerischen Melkwettbewerbs und die mediale Berichterstattung war ein weiterer Höhepunkt von Profi-Lait. Auf der Website www.profi-lait.ch wurden Informationen über Forschungsprojekten und Veranstaltungen für die Milchproduzenten zur Verfügung gestellt. 

«Nach 20 Jahren geht nun die Ära von Profi-Lait zu Ende», schreibt das Netzwerk in einer Mitteilung von Freitag. Als Grund für Beendigung der Tätigkeit werden verschiedene Änderungen und Neuausrichtungen bei unterstützenden Organisationen und Partnern genannt. «Alle Partner werden sich weiterhin stark für die Schweizer Milchwirtschaft engagieren und ihre Aktivitäten in verschiedenen Konstellationen vermehrt in gemeinsamen Projekten einbringen», heisst es weiter.

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