25.05.2014 13:12
Quelle: schweizerbauer.ch - Marcel Wipfli
Braunvieh
Samba mit Rekordergebnis
Die Zuchtfamilie von Egochs Poldi Samba von Peter Kälin erzielte mit 93 Punkten ein Rekordergebnis. Beim Original Braunvieh erzielte Gerold Gerda von Markus und Reto Litschi mit 88 Punkten das höchste Resultat.

Stefan Hodel, Ressortleiter Tierbeurteilung bei Braunvieh Schweiz, zieht ein positives Bild über die Zuchtfamilienschauen im Frühjahr. Alle gezeigten Familien erhielten ein Abzeichen. Mit 93 Punkten erzielte Egochs Poldi Samba von Züchter Peter Kälin aus Egg SZ mit ihrer Zuchtfamilie das bisher höchste Resultat einer Zuchtfamilie. Die gezeigten Nachkommen überzeugten mit ihrem Exterieur und erzielten 47 von möglichen 50 Punkten.

Starke Produktionswerte

Auch in den inneren Werten wurden 41 von 45 Punkten vergeben. Die Töchter von Samba haben im Durchschnitt von 11 Laktationen über 8'000kg Milch mit hohen 3,8 % Eiweiss produziert. Die langlebigen und leistungsfähigen Kühe zeichnen sich mit nur 45 Zellzahlen und 60 Tagen Serviceperiode  im Durchschnitt aus.

Wie Stefan Hodel ausführt, konnte der Experte vor Ort, Reto Grünenfelder, beim Gesamteindruck das Maximum von 5 Punkten vergeben. Es erstaunt bei diesen Zahlen nicht, dass Sambas Genetik auch erfolgreich in der Stierenzucht ist. Mit dem Dally-Sohn Simbaboy hat es bereits ein Topstier zu den Optimis-Stieren geschafft. Samba EX 94 steht aktuell in der 8. Laktation und hat eine Lebensleistung von über 83'000kg.

Stellenwert hoch

Ebenfalls über 90 Punkte erzielte die Zuchtfamilie der national bekannten Schaukuh H.U. Huser’s Jolden Patrizia von Hansueli Huser, Neu St. Johann SG. Die Patrizia-Familie mit ihren ebenfalls im Schauring erfolgreichen Töchtern erzielte im Exterieur wie Poldi Samba 47 Punkte. Insgesamt erreichte die Familie mit neun aufgeführten Nachkommen 90 Punkte. Beim Original Braunvieh erzielte die Gerold-Tochter Gerda mit 88 Punkten das höchste Resultat der 16 weiblichen OB-Familien. Gerda gehört den bekannten OB-Züchtern Markus und Reto Litschi aus Gibswil ZH.

Der Stellenwert der Zuchtfamilien ist für die Züchter nach wie vor hoch. Oft wird eine Zuchtfamilienschau mit einem Fest verbunden. Oft sind Verwandte, Bekannte und Züchter ganzer Viehzuchtgenossenschaften eingeladen. Für den Bauern sei es immer wieder gut zu sehen, welche Kuhfamilie auf dem eigenen Betrieb funktioniert, so Stefan Hodel.

Walser zeigte fünf Familien

Die sechs Experten hätten insgesamt 146 weibliche Zuchtfamilien beurteilt. Vor allem in der Ost- und Zentralschweiz ist der Stellenwert, eine weibliche Zuchtfamilie zu präsentieren, immer noch sehr hoch. Es gab denn auch mehrere Züchter, die in diesem Jahr mehrere Familien stellen konnten.

Ganze fünf Familien konnte der bekannte Richter und Züchter Andreas Walser aus Haldenstein GR zeigen. Unter anderem war auch eine Zuchtfamilie der bekannten Schaukuh Walser’s Collection Olympia zu sehen. Walser erzielte mit Walser’s Wurl Bernina mit 88 Punkten ebenfalls ein Spitzenresultat.

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