Mittwoch, 25. November 2020
28.11.2017 16:20
Deutschland

Schwere Vorwürfe gegen Tierhalter

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Gegen einen Milchviehhalter im deutschen Papenburg werden zurzeit schwere Vorwürfe erhoben. Gemäss Tierrechtsorganisation PETA lasse der Bauer seine Kühe seit Monaten verwahrlosen. Weil das zuständige Veterinäramt nicht einschreitet, hat die Organisation nun Strafanzeige erstattet.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat Bilder von toten und verwahrlosten Rindern auf einem Hof in Papenburg (D) veröffentlicht. Damit wird der Landkreis Emsland kritisiert. Auch wenn es sich in diesem Fall um ältere Aufnahmen handelt, ist die Organisation der Meinung, die Missstände auf dem Hof seien immer noch aktuell.

PETA-Rechtsexperte Edmund Haferbeck sagt gegenüber NDR.de: „Wir werfen dem Veterinäramt des Emslandes vor, hier wiederum die ganze Problematik verharmlosen zu wollen.» Die Tierrechtsorganisation fordert ein Tierhalteverbot.

Geldstrafe von 1100 Euro

Die Vorwürfe werden vom Landkreis zurückgewiesen. Anfang des Jahres seien zwar drei Tiere auf dem Betrieb verendet, wofür der Landwirt zu einer Geldstrafe von 1100 Euro verurteilt wurde. Bei weiteren Kontrollen konnten aber seither keine Verstösse mehr festgestellt werden. DMK Group, das Unternehmen, an welches der Bauer die Milch liefert, hat vorerst einen Lieferstopp verordnet.

DMK Group vertreibt unter anderem die bekannte Marke Milram. Nach Einsicht in die Akten beim Amtsgericht Papenburg wird die Milch der 46 Kühe aber mittlerweile wieder angenommen. Über das weitere Vorgehen wird entschieden.

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