25.09.2017 17:20
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
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Setzen Sie auf Natursprung?
Der Natursprung dürfte künftig zunehmen. Die Zuchtorganisation Swissherdbook geht davon aus, dass die genomische Selektion den Natursprung stärken wird. Wie sieht es auf Ihrem Betrieb? Setzen Sie vermehrt einen Stier ein? Oder ist es zu gefährlich? Diskutieren Sie mit und stimmen Sie ab.

Der Einsatz eines Stiers wird an Bedeutung gewinnen. Dieser Meinung ist jedenfalls Franz Abächerli, Braunviehzüchter aus Hausen am Albis ZH und Vorstandsmitglied der Stierenzüchter. «Ich verzeichne schon heute eine steigende Nachfrage nach Natursprungstieren – sowohl von Seiten der Stierenhaltervereinigung wie auch als Stierenzüchter. Dies auch aus Kostengründen. Auf den immer grösseren Betrieben lohnt sich der Einsatz eines Stieres», sagte Abächerli kürzlich im «Schweizer Bauer».

Gemäss Matthias Schelling, Direktor von Swissherdbook, stammten in den vergangenen Jahren rund 15.5 Prozent der Kälber aus Natursprung. «Genomische Zuchtwerte spielen auf Zuchtstiermärkten noch keine grosse Rolle», erklärt Schelling. «Wir gehen aber davon aus, dass die genomische Selektion den Natursprung mittel- und langfristig durchaus stärken wird», sagt er dem «Schweizer Bauer».

Rückläufige Geburten aus Natursprung wurden jedoch bei Holstein Switzerland beobachtet. Der Anteil ging von 5.8 Prozent (2014) auf 4.8 Prozent (2016) zurück. Oliver Buchs begründet den Rückgang mit den Kosten für die Stierenhaltung und der Unfallgefahr. Zudem hat es ein grosses Angebot an Spermadosen.

Bei Braunvieh Schweiz blieb der Anteil an Geburten aus Natursprung in den vergangenen Jahren mit 9.4 Prozent stabil. Das Halten eines Stiers setze entsprechende Kenntnisse voraus, sagt Direktor Lucas Casanovas.

Eine wichtige Rolle spielt der Natursprung im Appenzell. An der kantonalen Stier- und Juniorschau wurden neulich 67 Stiere und 31 Jungtiere aufgeführt. «Die Teilnahme zeigt, welch grosse Bedeutung der Natursprung im Appenzellerland hat. Diese Tradition lebt bei uns nach wie vor», sagte Beat Brunner vom Bauernverband Appenzell Ausserrhoden.

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