6.07.2020 17:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Genetik
Swissgenetics investiert in den USA
Das grösste Schweizer Genetikunternehmen beteiligt sich am US-Genetik-Anbieter New Generation Genetics. Diese Investition erfolgt im Rahmen einer Nachfolgeregelung.

Swissgenetics will seine Position im internationalen Brown-Swiss-Markt sowie globalen Genetikmarkt stärken. Das Unternehmen strebt, wohl auch wegen dem gesättigten Heimmarkt, ein Wachstum im Ausland an. Dies jedenfalls geht aus einer Mitteilung von Montag hervor. 

Vor 26 Jahren gegründet

New Generation Genetics (NGG) mit Sitz in Fort Atkinson im US-Bundesstaat Wisconsin wurde 1994 Dan und Sandra Gilbert gegründet. Sie sind seither Mitinhaber. Dan Gilbert führt NGG operativ. Das im US-Markt tätige Unternehmen produziert und vermarket Rindersamen der Rasse Brown Swiss

Dan und Sandra Gilbert wollen in den kommenden Jahren in den Ruhestand treten. Für Swissgenetics ergab sich hier eine Option, das internationale Portfolio zu erweitern. Dan und Sandra Gilbert verkaufen ihre Anteile an Swissgenetics. Das Unternehmen mit Sitz in Zollikofen will den Namen NGG am Markt weiterführen.

Standort Schweiz stärken

New Generation Genetics produziert den Samen durch einen Partner in den USA, die Vermarktung erfolgt durch das Team von NGG in Zusammenarbeit mit Distributionspartnern weltweit. «Durch den Erwerb des Verkaufsnetzes von NGG erhält Swissgenetics Zugang zu neuen Märkten und Ländern», heisst es in der Mitteilung. 

Die Beteiligung erfolge im Dienste der Schweizer Stierenlieferanten und der gesamten Kundschaft, heisst weiter. «Mit der Erweiterung des weltweiten Vertriebsnetzes kann Swissgenetics den Produktionsstandort Schweiz stärken», heisst es im Communiqué.

Inlandabsatz rückläufig

Im Geschäftsjahr 2018/19 realisierte Swissgenetics einen Umsatz von 58.7 Mio. Fr., 0,7% weniger als in der Vorjahresperiode. Insgesamt hat Swissgenetics 736'800 Besamungen vollzogen, das sind 30'800 weniger als in der Vorjahresperiode.

Rückläufig hat sich auch der die Anzahl verkaufter Samendosen im Inland entwickelt. Insgesamt setzte Swissgenetics 850'800 Dosen, das ist ein Minus von 2.8 Prozent oder 24'300 Dosen. Der Export von Samendosen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 122'348 Einheiten auf insgesamt 517'200 Dosen. Insgesamt verkauft Swissgenetics im Geschäftsjahr 2018/19 1,37 Mio. Samendosen, der Exportanteil lag damit bei 37.8% Prozent.

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