Samstag, 22. Januar 2022
25.11.2021 18:50
Genetik

Swissgenetics legt im Ausland massiv zu

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Von: blu

Das Genetikunternehmen kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Verkauf von Samendosen im Inland legte leicht zu. Stark zugelegt hat Swissgenetics beim Export. Der Boom bei den gesexten Samendosen setzt sich fort.

Das Unternehmen mit Sitz in Zollikofen BE erzielte erneut eine Steigerung beim Umsatz. Dieser stieg im Geschäftsjahr 2020/21 um deutliche 5 Prozent auf 62.8 Mio. Fr. Das sind 3 Millionen oder 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Umsatzwachstum beigetragen haben nebst den Samendosen im Inland auch die Hoflieferprodukte, das Exportgeschäft (+29%) und das Herdenüberwachungs-System SenseHub. 2019/20 legte Swissgenetics beim Umsatz um 1,1 Millionen (1,9%) zu. 

Weniger Besamungen

Das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2020/21 vor Abschreibungen und Steuern lag bei 3,8 Mio. Fr. (2020: 4,2 Mio. Fr.). Es resultierte eine Jahresgewinn von 160’000 Franken, 12’000 Franken mehr als in der Vorjahresperiode. Das Unternehmen hat rund 23’800 Kunden.

Insgesamt verkaufte Swissgenetics im vergangenen Geschäftsjahr 1,37 Mio. Samendosen. Um satte 20 Prozent zugelegt hat der Export. Erneut zugenommen hat auch der Verkauf in der Schweiz, wenn auch nur leicht (0,1%). Insgesamt fanden 854’000 (+1000) Einheiten einen Käufer. Rückläufig hingegen war die Anzahl Besamungen. Diese sank um 0,8 Prozent auf 725’000, das sind 6000 weniger als in der Vorjahresperiode.

Verkauf nach Rassen in der Schweiz
Swissgenetics

Limousin ist an der Spitze

Der Anteil der Fleischrassen (47,8%) bei den Besamungen im Inland ging erneut leicht zurück (-0,4%). Der Inlandanteil bei den Dosen lag bei hohen 90.7%. Bei der Anzahl an verkauften Samendosen steht die Rasse Limousin mit 199’756 Dosen (–4.5% gegenüber Vorjahr) zuoberst auf dem Fleischrassen-Podest. Auf Rang 2 folgt Silian.

Limousin nimmt den Rang 1 ein. Die Verkäufe sind aber seit Jahren am Sinken.
Swissgenetics

Bei den Milchrassen hat Brown Swiss mit 118’212 Samendosen (–0.9%) die Nase vorn. Auf Rang 2 folgt mit 102’944 Dosen (+4.8%) die Rasse Holstein. Es folgen Red Holstein 85’470 (–8.4%), Swiss Fleckvieh 60’865 (–0.2%), Original Braunvieh 28’875 (+1.8%) und Simmental 26’895 (–1.1%).

Konzentration auf wenige Stiere

Insgesamt hatte Swissgenetics von rund 1’700 verschiedenen Stieren Samendosen im Sortiment. «Allerdings konzentriert sich die Anzahl der Stiere mit einem grossen Marktvolumen zunehmend», schreibt das Unternehmen. So liefern 10% der im Angebot stehenden Stiere 80% der verkauften Samendosen.

Auch bei den Optimisstieren (Jungstiere) stieg der Absatz erneut. Insgesamt wurden 242’000 Dosen verkauft, 4,5% mehr als im Vorjahr. «Diese Entwicklung ist ein klarer Hinweis, dass die Schweizer Zuchtprogramme von den Züchtern mitgetragen werden», hält Swissgenetics fest.

Verkaufte Samendosen Schweiz
Swissgenetics

Verkaufsschlager gesexte Samendosen

Erfolgreich ist Swissgenetics weiterhin bei den seleXYon-Dosen (gesexte Samendosen). Hier wurde im Vergleich zum Vorjahr ein fulminantes Wachstum von 14.8% erreicht. Insgesamt wurden 244’000 Dosen (2020: 203’000) abgesetzt. Damit erreichen die gesexten Samendosen einen Anteil von 41% bei den Milch- und Zweinutzungsrassen.

Die höchsten Anteile erreichen die Rassen Holstein (rund 62%) und Jersey (68%). Bei Brown Swiss (40%) und Red Holstein (44%) sind die Anteile deutlich geringer. Bei den gesexten Dosen kann das Geschlecht mit einer Zuverlässigkeit von mehr als 90% bestimmt werden.

Der Verkaufsanteil der im Inland produzierten Samendosen lag gemäss Geschäftsbericht bei 81.1%, das ist 0.4% weniger als im Vorjahr. Bei den Milchrassen hat Brown Swiss mit 89.6% den höchsten Inlandanteil. Es folgen Red Holstein mit 71.2% und Holstein mit 37%. Den höchsten Inlandanteil verzeichneten die Fleischrassen-Stiere mit 90.9% (+0.3%). «Bei Red Holstein resultierte, dank einem sehr guten Stierenangebot, eine Zunahme von 4.8% gegenüber dem Vorjahr», heisst es im Bericht.

Insgesamt hat Swissgenetics 518’000 Samendosen ins Ausland verkauft.
Swissgenetics

Starkes Wachstum im Export

Das Auslandgeschäft hat für Swissgenetics eine strategische Priorität. Doch im Geschäftsjahr 2019/20 war der Export rückläufig. Die Anzahl ausgeführter Dosen ging um 16% auf 434’113 zurück. Swissgenetics führte dies auf die Corona-Pandemie zurück. Nun hat sich das Geschäft wieder deutlich erholt.

Insgesamt wurden 518’404 Dosen exportiert, das sind 84’300 oder 19,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dosen wurden in 41 verschieden Länder exportiert. Besonders erfreulich war aus Sicht von Swissgenetics die erhöhte Nachfrage nach seleXYon-Dosen (+45.8%). Zudem konnten fünf neue Länder erstmals beliefert werden: Kenia, Kroatien, Ukraine, Georgien und Bulgarien.

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