Samstag, 16. Januar 2021
27.11.2016 09:30
Swissgenetics

Swissgenetics rüstet sich für Zukunft

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Von: Marcel Wiplfi

Swissgenetics ist gut unterwegs und investiert weiter, um am Markt künftig bestehen zu können.

«Ich denke, die Genomik ist die grösste Revolution in der Viehzucht seit der Einführung der künstlichen Besamung in den 60er-Jahren. Wir müssen uns anpassen, beweglicher und flexibler sein», so Swissgenetics-Präsident Dominique Savary.

Immer weniger Stiere

Der Präsident informierte, dass sein Vorstand im vergangenen Geschäftsjahr einige wichtige Entscheide zu treffen hatte. So werden nun alle Jungstiere direkt als Optimis-Stiere vermarktet. Somit verringert sich die Anzahl Stiere weiter, und das traditionelle Prüfprogramm wird aufgegeben, ohne aber die Vorteile von Prüfbetrieben zu gefährden. Fünfmal im Jahr werden die neuen Stiere vorgestellt. Bisherige und weitere Investitionen in die  Stallungen sorgen für mehr Flexibilität in der konventionellen Samenproduktion, aber auch für Spezialprodukte wie Spermvital oder gesexten Samen.

Swissgenetics nahm gegen Ende des Geschäftsjahres in Ins BE eine eigene ET-Station in Betrieb. Damit wolle man zur Konkurrenzfähigkeit der inländischen Zucht beitragen. Die ET-Station soll für Swissgenetics die Arbeit mit jungen Tieren erleichern, und die Trächtigkeitsraten sollen optimiert werden. Das gewonnene Know-how aus der ET-Station möchte man sichern und die Leistungen den Züchtern verfügbar machen.

Spermaexport läuft gut

Direktor Stefan Felder stellte die wichtigsten Zahlen aus dem Geschäftsbericht vor. Der Verkauf an Samendosen in der Schweiz ging leicht auf 890’000 Dosen zurück. Der Anteil der im Inland produzierten Dosen ist ausser bei Holstein im Schnitt bei allen Rassen bei über 80 Prozent. Rund 16 Prozent  mehr Dosen konnten mit 433’000 Stück exportiert werden. Mit über 150’000 Dosen fällt der grösste Anteil auf das Braunvieh. Hier hat man das stärkste Programm weltweit.

Der Verkauf an Selexion-Dosen stieg gar um 41 Prozent, und Swissgenetics bestätigt, dass es richtig war, in ein Sexing-Labor in Mülligen investiert zu haben. Dazu passt, dass der Anteil bei Fleischrassenbesamungen weiter zunimmt und inzwischen bei etwa 45 Prozent liegt. Am höchsten ist der Fleischrasseneinsatz weiterhin beim Braunvieh. Bei den anderen Milchrassen ist im letzten Jahr die Zunahme aber höher. Extrem stark, um 73 Prozent, ist die Nachfrage nach Optimis-Stieren  angestiegen.

Bach im Vorstand

Der erfolgreiche Simmentaler-Reinzüchter Ueli Bach aus Turbach BE wurde als Vertreter von Swissherdbook in den Vorstand gewählt. Bach bewirtschaftet einen 45-ha-Berglandwirtschaftsbetrieb mit Alpwirtschaft und ist Präsident der VSA und des Zuchtstiermarktes in Thun. Der Aargauer Alfred Siegrist aus Meisterschwanden wurde aus dem Vorstand verabschiedet. Siegrist war als Vizepräsident im Vorstand tätig.

Markus Zogg stellte die Finanzrechnung vor. «Swissgenetics ist sehr gesund», so Zogg. Trotz den grossen Investitionen in den letzten Jahren und in naher Zukunft konnte man den Delegierten einen betrieblichen Gewinn vor den Abschreibunben von fast 5,2 Mio. Franken präsentieren.

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