Sonntag, 23. Januar 2022
02.12.2021 09:37
USA

US-Farmer verkleinern Kuh-Bestände

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: AgE

Die gestiegenen Produktionskosten für Futter, Arbeit und Energie haben die Farmer in den USA offenbar dazu veranlasst, ihre Milchviehherden zu verkleinern. 

Der nationale Agrarstatistikdienst (NASS) hat jüngst seine Bestandsschätzung um mehrere Zehntausend Tiere nach unten korrigiert. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat daraufhin seine Prognose für das Wachstum der Milchproduktion in diesem und im nächsten Jahr abgeschwächt.

Höhepunkt erreicht

Dem Washingtoner Ministerium zufolge dürften im vierten Quartal 2021 rund 9,40 Millionen Milchkühe in den Staaten gehalten werden. Das sind 60’000 weniger als noch vor einem Monat angenommen wurde. Im Jahresmittel soll sich der Bestand auf knapp 9,46 Millionen Tiere belaufen und damit das Vorjahresniveau nur moderat um 0,7% übertreffen.

Der Höhepunkt der Milchviehhaltung scheint damit vorerst erreicht zu sein, denn im kommenden Jahr soll die durchschnittliche Jahreskuhzahl unter die Marke von 9,4 Millionen Tieren und damit um 0,6 % unter die Herdengrösse von 2021 sinken. Trotz der abnehmenden Kuhbestände wird die Milcherzeugung in den USA weiter zunehmen, wenn auch weniger stark als bisher prognostiziert.

Milchpreise dürften 2022 deutlich steigen

Dem USDA zufolge soll das Rohmilchaufkommen im laufenden Jahr gegenüber 2020 um 1,4% auf 102,7 Mio t zulegen. Für 2022 wird ein Wachstum von 0,8 % auf 103,5 Mio t erwartet. Basis dafür ist ausschliesslich die bessere Milchleistung der Tiere. Diese wird laut der Schätzung im laufenden Jahr um 0,7 % auf 10’863 kg pro Kuh zunehmen und soll 2022 um 1,4 % auf 11’013 kg steigen.

Richtig gut läuft es in diesem Jahr unterdessen für die US-Exporteure von Milchprodukten, die bei Menge und Erlösen ein Rekordergebnis einfahren dürften. Laut USDA soll die Gesamtausfuhr gegenüber 2020 um 12% auf rund 28,7 Mio. t Milchäquivalent ansteigen und sich 2022 auf diesem Niveau halten.

Eher verhalten war aufgrund eines schwachen ersten Halbjahres 2021 die Entwicklung der Milchpreisen in den USA, die im Jahresmittel mit umgerechnet 36,2 Cent/kg (37,7 Rp.) nur um 1,4 % über dem Niveau von 2020 liegen dürften. Das eher begrenzte Rohstoffaufkommen soll hier laut der USDA-Prognose 2022 aber zu einem kräftigen Anstieg führen, und zwar im Schnitt um 9,5 % auf 39,6 Cent/kg (41,3 Rp.).

Mehr zum Thema
Tiere

Das Wetter hat zwar für eine schlechte Honigernte 2021 gesorgt - im Gegenzug aber auch für ein spezielles Geschmackserlebnis.  - fotolia Aufgrund der schlechten Witterung fiel die letztjährige Ernte der…

Tiere

Wölfe seien grundsätzlich scheue Tiere, die Menschen meiden würden, schreibt die Staatskanzlei weiter. - zvg Im Val d’Anniviers im Wallis ist am Montag eine Spaziergängerin einem Wolf begegnet, der keine…

Tiere

Viele Ausschussmitglieder zeigten sich besorgt über die Auswirkungen der zunehmenden Populationen grosser Raubtiere, insbesondere von Wölfen, auf die Viehwirtschaft. - zvg Vor dem Hintergrund der stetigen Ausbreitung des Wolfs und…

Tiere

Der Clownfisch - oder auch Anemonenfisch - kann sein Geschlecht ändern. - unsplash Während bei Säugetieren das Geschlecht durch die Gene bestimmt ist, sind Fische flexibler. Einige von ihnen, die…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE