3.08.2015 15:24
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Waadt
VD: Armee tränkt Vieh länger
Die Wasserversorgung im Waadtländer Jura ist weiterhin angespannt. Der Kanton Waadt hat ein Gesuch um Verlängerung des Armeeeinsatzes zur Sicherstellung des Wasserbedarfs gestellt. Die Armee kommt diesem nach und erweitert das Einsatzgebiet um die Voralpen.

Seit dem 20. Juli werden Bauernbetriebe von der Armee mittels Helikopter mit Wasser versorgt. Bis jetzt wurden 110 Flugstunden mit dem Super Puma geleistet und dabei in 253 Rotationen rund 725 Tonnen Wasser geliefert.

Neu auch Voralpen

Da es in den vergangenen Tagen nicht viel geregnet hat, zeigt sich die Situation weiter angespannt. Dem Gesuch um eine Verlängerung des Einsatzes wurde entsprochen. Nun wird bis längstens am 19. August das Vieh mittels Helikopter mit Wasser versorgt, schreibt das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mit. Neu werden bei Bedarf auch Alpweiden und landwirtschaftliche Betriebe in den Waadtländer Voralpen mit Brauchwasser für das Vieh versorgt.

Mit der Verlängerung gibt es auch eine Anpassung. Eines der beiden 35-Kubikmeter-Löschwasserbecken am Lac de Joux wurde abgebaut. Sechs weitere militärische Löschwasserbecken mit einem Inhalt von je 53 Kubikmeter werden in der Region zwischen Saint-Cergue und Provence weiterhin durch Helikopter der Armee aus dem Neuenburgersee und des Lac de Joux gefüllt. Zudem werde mehrere Dutzend privater Zisternen im Waadtländer Jura bedient.

Auch im Kanton Freiburg wird länger geholfen

Bereits am Freitag gab die Armee bekannt, dass die Kühe in den Freiburger Voralpen noch länger mit Wasser versorgt werden. Auf Anfrage des Kantons Freiburg fliegt die Armee bis zum 11. August Wasser an acht abgelegene Wasserstellen. Ursprünglich war der Einsatz bis zum 4. August geplant, wie die Armee am Freitag mitteilte. Bei anhaltender Trockenheit fliege die Armee nun aber länger.

Seit Beginn des Einsatzes am 23. Juli flog die Armee mit ihren Helikoptern in 45 Flugstunden rund 242 Tonnen Wasser für Nutztiere in die Freiburger Voralpen, wie es in der Mitteilung hiess. Für die Kantone Freiburg und den Kanton Waadt sind die Einsätze kostenlos, weil diese unter die Verordnung für militärische Katastrophenhilfe im Inland fallen.

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