30.06.2016 17:09
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Organisationen
Viehschauen: Aebi besorgt
Die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rinderzüchter (ASR) haben heute Präsident Andreas Aebi für eine weitere Amtsperiode gewählt. Er zeigte sich aber über die Berichterstattung über die Viehschauen besorgt.

ASR-Präsident Andreas Aebi blickte an der Delegiertenversammlung von Donnerstag mit gemischten Gefühlen auf die vergangenen Viehschauen zurück. Voller Stolz sagte er: „Es erfüllt mich mit einer grossen Befriedigung, dass wir über die Rassen Brown Swiss, Holstein und Red-Holstein wiederum die Rassensiegerin Europas stellen und somit klar die europäische Spitzennation der Milchrassen sind.“

Aebi besorgt

Aebi zeigte sich aber auch besorgt, weil nichtlandwirtschaftliche Medien über zweifelhafte Praktiken an Tierschauen berichteten und die Branche hart kritisierten. So hat die Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens Ende April über verklebte Zitzen und übervolle Euter berichtet, die Sonntagszeitung  hat in der letzten Ausgabe mit dem Artikel "Sekundenkleber für ein pralles Euter" nachgedoppelt. In beiden Fällen wurden Berichte des Schweizer Tierschutzes zitiert. Tenor der Berichterstattung: Züchter stellen an Viehschauen den eigenen Erfolg über das Tierwohl.

„Fakt ist, dass sich unsere Branche solche Anschuldigungen nicht leisten will und leisten kann“, machte Aebi unmissverständlich klar. Er erinnerte daran, dass derzeit eine Arbeitsgruppe aus Tierärzten, Züchtern und Schaurichtern daran sei, neue Kontrollmethoden zu erarbeiten.

Besserer für Metzg- als Milchkühe

Ein weiteres Thema war der Milchmarkt. Die aktuelle Situation sei wenig ermutigend, sagte Aebi. Die Produktion von Milch, Butter und Milchpulver liege über dem Vorjahr, während die Käseexporte schrumpften und die Käseimporte zulegten. Wegen hoher Fleischpreise erzielten derzeit Metzgkühe höhere Preise als Kühe für die Milchproduktion.

Die statutarischen Geschäfte gingen alle reibungslos über die Bühne. Die ASR-Delegierten wählten Andreas Aebi für weitere vier Jahre zu ihrem Präsidenten und bestätigten die Verwaltungsmitglieder in ihrem Amt.

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