3.03.2014 18:25
Quelle: schweizerbauer.ch - Rudolf Haudenschild/blu
Aargau
Viele wollten Riedmüllers Genetik
Über 2500 Milchviehzüchter kamen in die Vianco Arena an die Versteigerung des Zuchtbestandes von Rinaldo Müller. Mit Videos

«Zum ersten Mal versteigert ein Meisterzüchter seine komplette Holsteinzuchtherde in der Schweiz» begrüsste Markus Hitz die rund 2000 kaufwilligen und neugierigen Milchviehzüchter in der vollen Vianco Arena in Brunegg AG. Als ehemaliger Sire Analyst und Stierenaufkäufer von Swissgenetics kannte Markus Hitz die Riedmüller-Herde bestens.

Er wünschte eingangs im Namen der Familie Müller allen Käufer Glück und gab der Hoffnung Ausdruck, dass mit diesem Zuchtstock  mit den besten Stieren ebenso konsequent weitergezüchtet wird wie dies Rinaldo Müller in 35 Jahren ununterbrochen tat.

Auch Braunviehzüchter

Zur Versteigerung unter Auktionator Andreas Aebi kamen 63 Lose an Kühen, Rindern und Kälbern und 15 Embryonenpakete. Geboten und gekauft haben auffällig haben viel junge Bauern und Frauen sowie bestandene Braunviehzüchter und Viehhändler. Die Stimmung war so gut wie schon lange nicht mehr und erinnerte an die Herdenversteigerungen 1982 von Oscar Dupasquier in Bulle FR, Urs Flury 1990 in Deitingen SO und an die legendäre Herdenauflösung in der Gauglera FR im  Jahr 2008.

Von den total 78 angebotenen Losen, waren 15 Embryonenpakete, die im Durchschnitt pro Embryo über 1000 Franken galten. In den Wochen vor der Versteigerung kamen noch 6 Kuhkälber zur Welt, die nicht im Katalog waren. Während der Versteigerung gebar im Stall Riedmüllers Mr. Sam Mia aus der Memo-Familie ein rassiges Atwood-Kuhkalb. Zusammen mit seiner Mutter fand es einen Käufer für 9800 Franken.

Durchschnitt Fr 8000.-

Der Durchschnittspreis über sämtliche Kühe, Kälber und Rinder war leicht über 8'000 Franken und übertraf die kühnsten Erwartungen von Rinaldo Müller. Gefragt waren die 15 Vertragskühe und vorallem die Roxy-Familie mit den Höchstgeboten auf drei Töchtern und ihren Kälbern aus Champion Cresta. Bolton Chantal brachte den Rekordpreis mit 25'000 Franken, ihr Artes-Kuhkalb brachte 13'400 Franken.

Die Vollschwester Bolton Cinderella galt 15'000 und ihr Atwood-Kalb 13'600 Franken. Ihre Halbschwester Ashlar Carmen galt 20'000 Franken, ihr Lavaman-Kalb 11200 Franken. Gefragt war Blut von Goldwyn, Alexander, Shottle, Windbrook, Sanchez, Atwood, Acme, Fever aber auch Artes und Palermo. 

Ohne Zucht keine Kühe

Auktionator Andreas Aebi deutete die gute Stimmung und das Ergebnis der Auktion als ermutigend für die engagierten Milchproduzenten, die verstanden hätten, dass gute Genetik aus sicheren Kuhfamilien ihren Preis wert ist und gute Kühe zuerst gezüchtet werden müssen bevor gemolken werden kann.

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