11.04.2017 12:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sam, ber
Swissherdbook
Walter Lüthi bleibt im Vorstand
Die Delegierten von Swissherdbook treffen sich heute im Kursaal Bern zur 127. Delegiertenversammlung. Im Zentrum steht das Traktandum "Abwahl von Walter Lüthi aus dem Vorstand von Swissherdbook". Der Antrag des Vorstandes, Walter Lüthi aus dem Vorstand abzuwählen, wird mit 276 Ja zu 347 Nein abgelehnt.

09.57

Bald geht die denkwürdige DV von Swissherdbook los, in der über die Abwahl von Walter Lüthi aus dem Vorstand entschieden wird. Schweizerbauer.ch ist vor Ort im Kursaal Bern und von der DV berichten. Allerdings gestattet Swissherdbook kein laufendes Aufschalten eines Live-Tickers. Erst, wenn das jeweilige Traktandum abgeschlossen ist, können wir deshalb hier  über das Resultat berichten. Wann das genau der Fall sein wird, hängt  vom Verlauf der Versammlung ab. Die Versammlung beginnt um 10.00 Uhr.

Die Traktandenlist sieht wie folgt aus:

1. Protokoll der Delegiertenversammlung vom 12. April 2016
2. Geschäftsbericht 2016
Präsentation des Lageberichts 2016, der Jahresrechnung 2016 und des Revisionsberichts
Genehmigung des Lageberichts 2016 und der Jahresrechnung 2016
3. Entlastung der verantwortlichen Organe
4. Festsetzung des Jahresbeitrages 2018
5. Wahlen / Abberufungen
Verwaltung: Abberufung Walter Lüthi
Verwaltung: Ersatzwahlen
Wahl der Revisionsstelle
6. Anträge der Mitglieder
7. Ehrungen
8. Verschiedenes

Die Ausgangslage ist so: Es stehen sich zwei Anträge gegenüber. Der eine stammt vom Vorstand von swissherdbook. Er lautet «Die Verwaltung beantragt, Walter Lüthi aus der Verwaltung abzuberufen».

Der Gegenantrag stammt vom Viehzuchtverein Affoltern im Emmental. Er lautet:

1. Die Abberufung während der laufenden Legislatur von Walter Lüthi aus der Verwaltung/Vorstand von swissherdbook wird vom Viehzuchtverein Affoltern i./E. nicht akzeptiert!
2. Walter Lüthi soll die laufende Legislatur bis 2018 ordnungsgemäss zu Ende führen.
3. Während diesem Jahr kann diese personalpolitische Frage in der Berner Züchterbasis demokratisch korrekt aufgearbeitet werden.
4. Der Viehzuchtverein Affoltern i/E. stellt somit den Antrag zum Traktandum Abberufung Walter Lüthi; zu Handen der Delegiertenversammlung des swissherdbook vom 11. April 2017, dass Walter Lüthi nicht abgewählt wird und seine Legislatur bis 2018 zu Ende führen kann.

10.00 Uhr

Eigentlich sollte jetzt die Versammlung starten. Aber noch immer strömen Delegierte in den bereits platschvollen Kursaal.

10.08 Uhr

Präsident Markus Gerber eröffnet die Versammlung. Aber zunächst gibt es eine musikalische Einlage.

10.13 Uhr

Markus Gerbers Begrüssungswort: Er erinnert an die grossen Erfolge an den Europameisterschaften in Clermont-Ferrand (Simmental) und Colmar (Holstein und Red-Holstein), aber auch an die starke Kritik der Tierschutzverbände an den Viehausstellungen. Es würden immer wieder Gegensätze aufeinander prallen. Das habe sich gerade auch an der Berichterstattung über die Kritik der Tierschutzverbände an den Viehausstellungen gezeigt. Es würde oft nur schwarz-weiss gemalt. Dabei habe sich die Branche zusammen gerauft und ein neues ASR-Reglement erstellt.
Dass die Schweizer Red-Holsteinzucht nicht nur typmässig, sondern auch punkto Wirtschaftlichkeit Spitze sei, zeige die alte und neue RH-Europameisterin Suard-Red Jordan Irene, welche in Colmar nicht nur ihren Europameistertitel habe verteidigen können, sondern mittlerweilen eine Lebensleistung von 100‘000 kg erreicht habe.

10.24 Uhr

Es sind 645 Delegierte anwesend. Gerber erinnert daran, dass Ton- und Videoaufzeichnungen während der DV verboten seien. Das Verbot gelte aber nicht nur für die Presse, sondern auch für alle anderen Anwesenden. Die Presse dürfe zudem im Internet erst jeweils nach Abschluss des betreffenden Traktandums berichten.

10.29 Uhr

Das erste Traktandum – Genehmigung des Protokolls – geht zügig über die Bühne.

10.33

Direktor Matthias Schelling präsentiert den Geschäftsbericht. Die Zahlen würden vor allem auch den Strukturwandel in der Milchwirtschaft aufzeigen. Aktuell habe Swissherdbook noch 9739 Herdebuchbetriebe. Als er 2004 sein Amt als Direktor angetreten habe, seien es noch 12‘000 Herdebuchtbetriebe gewesen. Bei den registrierten Kälbern sei sowohl bei SF wie RH doch ein beträchtlicher Rückgang zu verzeichnen gewesen, während die Anzahl der Holsteinkälber leicht gestiegen sei. Das zeige in etwa, wo die Reise hingehe.

Schelling kommt auch ausführlich auf die Genomik zu reden. Hier seien weiterhin grosse Änderungen zu erwarten, namentlich was die Prüfverträge betreffe. Denn für die Validierung der Daten brauche es nach wie vor den Prüfeinsatz. Aber auf der anderen Seite brauche es auch wesentlich mehr weibliche Tiere, welche genomisch typisiert werden.

10.51 Uhr

Direktor Schelling präsentiert die Jahresrechnung. Der Jahregewinn betrug 182‘376 Franken. Die Eigenkapitalquote beträgt hohe 66,4 Prozent. Dank gutem Geschäftsgang habe den Mitgliedern ein Teil des Erfolgs weiter gegeben werden. Alle Mitglieder hätten einen Rabatt von 10 Prozent erhalten.

Martin Kipfer vom Viehzuchtverein Amsoldingen will wissen, wie sich Beiträge an Ausstellungen auf Seite 21 des Geschäftsberichts zusammen setzen. Direktor Schelling gibt Auskunft. Die Swiss Expo erhalte 25‘000 Franken (ANM: nicht 125'000 Franken, wie zuerst fälschlicherweise hier stand), die Expo Bulle 18‘000, Bea und Comptoir Suisse: Je 5000 Franken, die Junior Bulle Expo 10‘000 Franken. Die übrigen Engagements seien in den Zahlen nicht aufgeführt.
Die Delegierten genehmigen die Jahresrechnung einstimmig und erteilen dem Vorstand ebenso einstimmig Decharge. Der Jahresbeitrag von 25 Franken pro Betrieb und 0 Franken pro Herdebuchbetrieb.

IN EIGENER SACHE: DER ABSCHNITT AB HIER WURDE ZWAR VOR ORT PROTOKOLLIERT, ABER - WIE VON DER VERSAMMLUNGSLEITUNG VORGESCHRIEBEN - ERST NACH ABSCHLUSS DES TRAKTANDUMS AUFGESCHALTET.

11.02 Uhr

Jetzt kommt das Traktandum Abwahl Walter Lüthi. Die Delegiertenversammlung sei das höchste Organ von Swissherdbook, betont Präsident Markus Gerber. Er erläutert das Vorgehen. Massgebend sei das absolute Mehr der vertretenden Stimmen. Entscheidend werde die Anwesenheit im Saal sein. Dann würden die Stimmen ausgewertet, welche im Saal sein.

Zuerst würden die Ausführungen gehört. Zuerst wird Gerber reden, dann Walter Lüthi. Dann werden Olivier Chambaz und Fredi Siegrist reden.
Danach wird Ruedi Megert als Präsident des Viehzuchtvereins Affoltern im Emmental.

Es gebe eine Redebeschränkung von 3 Minuten pro Intervention. Es gelte, den Respekt untereinander zu wahren. Zudem seien die Redebeiträge auf das Thema zu beschränken.

Der Vorstand beantrage die Abberufung aufgrund von Artikel 9, Punkt b der Statuten.

11.04 Uhr

Gerber beginnt mit seinen Ausführungen.
Es gehe ums Verhalten gegenüber einer eingeladenen Delegation und somit Gästen. Dass sich jemand mit seinem Verhalten gegenüber 6 Vorstandskollegen hinweg gesetzt habe. Die Uneinsichtigkeit bei den internen Aussprachen habe das Vertrauen gestört.
Damit ist Gerber bereits fertig.

11.06 Uhr

Jetzt ist Walter Lüthi dran. Im Vorfeld der DV habe man immer wieder gehört, dass die Uneinigkeit im Vorstand den Verband spalte. Man dürfe das nicht an der Öffentlichkeit behandeln. Das einzig brisante sei, dass es das erste Mal passiere. Sonst sei es nicht brisant. „Könnt ihr es nicht unter einander klären“, sei er das öftern gefragt worde. Wenn man einen Verband habe, in dem man keine Verantwortung übernehmen müsse. Für ihn sei nicht gut, wenn man in einem Verband einer Minderheit nachgebe, weil sie etwas lauter „mööge“, als die anderen. Regeln seien da, um eingehalten zu werden. Man könne Regeln ändern. Abr dann müsse das die DV nehmen. Der Vorstand habe ihm einen Vorschlag gemacht nach der „Türsitzung“. Er solle 2018 aufhören. Dann seien die Spielregeln geändert werden. Er müsse sofort gehen. Darüber müsse nun aber die DV entscheiden. Das sei richtig. Da gehöre es hin. „Ihr müsst euch überlegen, ob es richtig ist, wenn man einen, der eine Türe öffnet, gleich aus dem Gremium putzt.“ Die Problematik sei weder brisant, noch wahnsinnig wichtig. Für einmal nicht unter den Teppich gewischt. „Tragt eure Verantwortung. Für das sind Delegierte eigentlich da.“ Die Mehrheit hier drin habe einen Milchpreis von um die 50 Rappen. Es sei an der Zeit, sich um den Milchpreis zu kümmern. „Wenn es vor allem Leute im Vorstand sind, welche sich um genomik und ausstellungen kümmern, dann bin ich der Falsche. „ Es sei an der Zeit, eine wirtschaftliche Kuh zu züchten. „Schaut den Leuten in den Vorständen auf die finger. Und wählt die Leute nicht einfach hinein, weil euch kein anderer in den Sinn kommt.“

Relativ viel Applaus für Lüthi.

11.10 Uhr

Olivier Chambaz, Vorstandsmitglied von Swissherdbook, vertritt die Position des Vorstands auf französisch.
Der Vorstand bedaure die Situation, von der weder Swissherdbook noch die Züchter profitieren würden. Sie provoziere Spaltung zwischen den verschiedenen Züchtern und Regionen. „Wenn man einen besseren Milchpreis haben will, dann müssen wir zusammen stehen.“ Es sei bedauerlich, dass man ein solches Geschehen öffentlich an einer DV austragen müsse. Gewisse Züchter werfen dem Vorstand vor, sich undemokratisch zu verhalten. „Der erste, der sich undemokratisch verhalten hat, war unser Vorstandskollege Walter Lüthi. Die Diskussion ist die Basis der Demokratie“, betont er.  Der Vorstand habe versucht, das Problem intern zu regeln. Man habe Walter Lüthi verschiedene Vorschläge gemacht. ER habe sie alle zurück gewiesen. Man müsse jetzt die Affäre regeln und dann weiter gehen. Er empfehle den Delegierten, dem Antrag des Vorstands zu folgen. „Mit eurem Votum drückt ihr auch den sechs übrigen Mitgliedern des Vorstandes euer Vertrauen aus“, fügt er an.

11.13 Uhr

Fredi Siegrist, ebenfalls Vorstandsmitglied von Swissherbook, spricht. Im Vorfeld dieser leidigen Diskussion sei oft davon gesprochen worden, dass es um die Sache gehe. Man müsse aber definieren, was die Sache ist. Es gehe um den demokratischen Antrag von 6 Vorstandsmitgliedern, welche kein Vertrauen mehr zur Zusammenarbeit mit Walter Lüthi habe: „Er hat die zweitgrösste Sektion unserers Verbandes brüskiert, er hat das Kollegialitätsprinzips des Vorstands missachtet und er hat das Ansehen des Verbandes geschädigt.“ Bis Walter an der Türe war, hätten wir uns nicht träumen lassen, was er vor hatte. Ist es nicht eine Überreaktion? Walter hat sich wiederholt geäussert, dass er es wieder machen würde. Es ist kein Einsehen vorhanden. Wie wären wir wohl dagestanden, wenn wir nicht reagiert hätten? Wenn sie die Abwahl nicht bestätigen, dann sind sie dafür, dass ein Verhalten, wie es Walter getan habe, respektiert werde. Es gehe auch darum, dass man Respekt habe. Sache sei, dass Walter sich nicht korrekt verhalten habe und dass man das nicht einfach stehen lassen könne.

11.16 Uhr

Nun spricht Ruedi Megert, Präsident des Viehzuchtvereins Affoltern.

Sein Viehzuchtverein habe den Antrag bei Swissherdbook. „Wegen einer Türe aufzutun, muss man einen nicht aus dem Vorstand abwählen. ER hat einen Fehler gemacht. Zu dem steht er auch. ER hat aber eine Linie. Deshalb finden wir, dass man Walter die Chance geben sollte, seine Amtszeit bis 2018 zu beenden. Dann hat die Berner Züchterbasis auch die Gelegenheit, bis nächstes Jahr einen Nachfolger zu suchen.“ Es sei egal, wie man stimme. Es gebe keine Sieger, sondern nur Verlierer.

11.19 Uhr

Niklaus Hofer, Präsident des Bernsichen Fleckviehzuchtverbandes, vertritt den Antrag seiner Delegierten. Sein Votum ist bemerkenswert kurz:
Die DV des Bernsichen Fleckviehzuchtverbandes empfehle mit einer Dreiviertelmehrheit, die Abwahl von Walter Lüthi nicht zu unterstützen. Er danke für die Aufmerksamkeit.

11.21 Uhr

Die Diskussion ist offen.

Philippe Germain aus Saint Georges beginnt:

Nachdem er Kenntnis der Vorgänge im November 2016 genommen habe, drücke er sein Unverständnis gegenüber dem Verhalten Lüthis aus. Man müsse pragmatische Lösungen finden. Wenn eine Person eine unilaterale Entscheidung ohne Absprache mit seinen Kollegen treffe, ohne sich mit seinen Kollegen abspreche, sei das nicht akzeptabel. Es stelle sich auch die Frage, wie die Zusammenarbeit in Zukunft weiter gehen solle, wenn ein Mitglied sich so unverhältnismässig verhalte. Weil Lüthi kein Einsehen zeige, fordere seine Viehzuchtgenossenschaft „La Côte“ die Delegierten auf, Walter Lüthi nicht zu unterstützen.

11.25 Uhr

Clemens Jäggi, Präsident Viehzuchtverein Gäu, Solothurn.
Der Viehzuchtverein Gäu unterstütze den Antrag des Vorstandes. Ein Vorstand müsse nach dem Kollegialitätsprinzip funktionieren. Es sei zudem wichtig, dass möglichst alle abstimmen würden, weil Enthaltungen die Wirkung wie Nein-stimmen hätten.

11.27 Uhr

Daniel Züricher aus dem Kanton Bern.
Einer habe einen Fehler gemacht. Fehler mache man jeden Tag, alle zusammen. „Ich frage mich, ob nicht andere auch Fehler gemacht haben“, fügt er an. Diejenigen, welche den Zürcher kennen würden, wüssten, dass er sich viele Gedanken gemacht habe. ER frage sich, ob Roland Rothenbühler, Präsident des Freiburger Verbandes, nicht vor dem Zuchtstiermarkt Bulle gewusst habe, was hinter den Kulissen brodle. „Ich behaupte, wenn man das Problem schon in der Verwaltung geregelt hätte, dann wäre es nicht soweit gekommen.“

11.30 Uhr

Laurent Borioli, Präsident des Neuenburger Fleckviehzuchtverbandes.

Die Züchter des Jurabogens seien beunruhigt über die Vorgänge bei Swissherdbook. „Wir sind der Meinung, dass sich ein einzelnes Vorstandsmitglied an die Beschlüsse des ganzen Vorstands halten muss.“ Es gehe nicht an, dass ein einzelnes Vorstandsmitglied Selbstjustiz übe. Im Interesse von Swissherdbook sei es wichtig, die Abberrufung von Walter Lüthi kräftig zu unterstützen.

11.34 Uhr

Ferdinand, Oehrli, Viehzuchtverein Buchen, der den Antrag in Thun gestellt hat:

Was sei der Sachverhalt hinter dem Traktandum. Am Zuchtstiermarkt Bulle hätten einige Personen das gültige Reglement nicht akzeptieren wollen. „Ist es demokratisch, wenn man sich nicht an die Reglemente hält?“ Der Sachverhalt sei nicht an der Sitzung passiert, sondern schon zuvor. Was zuvor abgegangen sei an den Mitgliederverbänden, sei undemokratisch gewesen. Beim Bernischen Fleckviehzuchtverband habe man zuerst nicht diskutieren wollen, sondern zuerst die Sache unter dem Deckel halten wollen. Beim Freiburger Verband sei dann nicht einmal an der Versammlung diskutiert worden.

Ferdinand Oehrli erhält am meisten Applaus.

11.37 Uhr

Hansueli Senn, Viehzuchtverein Fricktal.

Sie sehen: Wir haben ein Problem im Verband. Der Vorstand alleine kann das Problem nicht lösen. Wir Delegierten sind also gefragt. „Welchen Charakter braucht es, um ein Jahr lang in einem Vorstand weiter zu arbeiten, wenn man weiss, dass man von keinem Kollegen mehr akzeptiert ist. Wenn wir das Problem nicht lösen können, dann werden wir ein Jahr lang einen Verband haben, der seine Aufgaben nicht mehr richtig lösen können.“ ER bittet die Delegierten, dem Antrag des Verbandes zu zustimmen.

11.39 Uhr

Gerber schliesst die Diskussion zum Punkt 5.1. Zuerst wird über das Verfahren abgestimmt. Der Vorstand beantragt geheime Abstimmung.
Der Antrag des Vorstands für geheime Abstimmung wird mit 275 zu 325 abgelehnt.

Es wird also offen abgestimmt. Präsident Gerber führt die Abstimmung durch.

11.51 Uhr

Gerber gibt das Resultat bekannt: Der Antrag des Vorstandes, Walter Lüthi aus dem Vorstand abzuwählen, wird mit 276 Ja zu 347 Nein abgelehnt.
Der Antrag der Verwaltung betreffend Abberufung Walter Lüthi ist somit abgelehnt.

Die DV als oberstes Organ habe entschieden. Der Vorstand werde damit beigetragen, für die Mitglieder möglichst gute Rahmenbedingungen zu bieten und die Gräben, welche in den letzten Wochen aufgerissen worden seien, wieder möglichst gut zu zuschütten.

11.52 Uhr

Für den zurücktretenden Alfred Siegrist wird als Vertreter des Wahlkreises 1 (AG, SH, TG, ZH, übrige Kantone und FL) wird Erich Walder aus Buch am Irchel neu in den Vorstand gewählt.

Für den Wahlkreis 2 (LU, BL/BS, SO) wird Ronny Schweizer aus Buus BL als Nachfolger von Anton Meyer gewählt.

12.23 Uhr

Es folgen diverse Ehrungen, so namentlich der amtierenden Red-Holstein-Europameisterin Suard-Red Jordan Irene der Gebrüder Schrago, Middes.

12.29 Uhr

Unter „Verschiedenem“ ergreift François Morand, Vuadens FR, das Wort. Der Doppeleuropameister von 2006 mit Morandale Pickel Chicoutimi und Morandale Kite Bretagne ist sichtlich aufgewühlt.

Er nehme den Beschluss zu Punkt 5 (Abwahl, respektive Nicht-Abwahl von Alter Lüthi) zur Kenntnis. „Wenn ein Kantonalverband, der 40 Prozent der Stimmen hat, seinen Willen einfach aufdrückt, dann geht das nicht“, betont er. „Wir hoffen, dass die Freiburger-Mitglieder von Swissherdbook die richtigen Konsequenzen daraus ziehen werden“, fügt er an. Gleich im Anschluss verlassen er und seine Kollegen am gleichen Tisch die Versammlung.

12.34 Uhr

Wir beenden damit die Berichterstattung aus dem Kursaal Bern. Mehr lesen Sie im "Schweizer Bauer", der ausnahmsweise erst am Gründonnerstag, 13. April, erscheint, oder dann auf das E-Paper des Schweizer Bauer, welches am Mittwochabend, 12. April, aufgeschaltet wird.

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