Freitag, 24. September 2021
03.08.2021 07:34
USA

Weniger Rinder, aber mehr Kühe auf Farmen

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Von: AgE

In den USA hat sich in diesem Sommer der seit 2019 anhaltende Rückgang der Rinderbestände fortgesetzt. Laut Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) gab es zum Stichtag 1. Juli 2021 insgesamt 100,9 Millionen Rinder im Land. Das waren 1,3 Millionen Stück oder 1,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Dabei wurden in allen Tierkategorien geringere Herdengrössen festgestellt. 

Einzige Ausnahme war der Milchkuhbestand, der binnen Jahresfrist um rund 150’000 Tiere oder 1,6 % auf 9,50 Millionen Kühe anwuchs. Dem USDA zufolge hatten die US-Farmer zum Stichtag im Vergleich zum Juli 2020 jeweils gut 1 % weniger Kälber, Färsen und Ochsen auf ihren Betrieben.

Milchkühe erneut aufgestockt

Lediglich bei den weniger bedeutenden Bullen blieb der Bestand mit 2,1 Millionen Stück stabil. Die Zahl der Kühe und abgekalbten Färsen nahm gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1,2 % auf 40,9 Millionen Stück ab. Dies war ausschliesslich auf den Rückgang bei Fleischkühen um 2,0 % auf 31,4 Millionen Tiere zurückzuführen, während die Milchkuhherde das zweite Jahr in Folge aufgestockt wurde.

Noch vor Veröffentlichung der aktuellen Viehzählungsdaten ging das USDA in seiner jüngsten Prognose davon aus, dass 2021 die US-Rindfleischerzeugung gegenüber dem Vorjahr um rund 330 ‘000 t oder 2,7 % auf 12,66 Mio t zunehmen wird. Möglicherweise wird die Schätzung nach dem moderaten Bestandsminus und der anhaltenden Trockenheit in einigen Landesteilen nun noch etwas nach unten korrigiert.

Zunehmende Fleischexporte

Von Januar bis Juni 2021 hatte die US-Rindfleischerzeugung gegenüber der Vorjahresperiode um 6,6 % deutlich zugenommen, was jedoch auf die 2020 aufgetretenen Kapazitätseinschränkungen in den Schlachtbetrieben zurückzuführen ist. Das grössere Rindfleischangebot in den USA wurde im bisherigen Jahresverlauf vor allem genutzt, um die Exporte anzukurbeln.

Nach Angaben der amerikanischen Exportorganisation für Fleisch (USMEF) sind von Januar bis Mai 587’840 t ins Ausland verkauft worden. Das waren 14,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Exporterlöse stiegen dabei sogar um 22,3 % auf 3,5 Mrd Franken (3,26 Mrd Euro). Vor allem nach China, Südkorea und Mexiko wurden im Vorjahresvergleich die Liefermengen spürbar gesteigert, wobei sich die Rindfleischausfuhr in die Volksrepublik mit 64’760 t mehr als verzehnfacht hat. 

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