18.12.2018 13:10
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Milchmarkt
«Wir glauben an die A2-Milch»
Die Aaremilch glaubt an das Potenzial einer Schweizer A2-Milch. Die Milchhandelsorganisation hat deshalb 2018 einen Versuch gemacht.

Das Beta-Kasein A2 in der Kuhmilch entspricht dem ursprünglichen Typ und ist für viele Konsumenten bekömmlicher als der Typ A1, welcher durch eine Mutation entstanden ist. 

Nischenmarkt im Ausland

Diese Tatsache setzen inzwischen Milchanbieter aus Neuseeland, Australien, Irland und Grossbritannien in Wert um. Sie kaufen und sammeln Milch von reinerbigen Kühen mit dem Genotyp A2A2 separat und verkaufen diese höherpreisig. Sie zielen damit auf Exportmärkte in Asien. 

Die Schweizer Milchhandelsorganisation Aaremilch bestätigt auf Anfrage des «Schweizer Bauer» in der Branche kursierende Informationen, dass sie an einer A2-Milch arbeitet. Donat Schneider, Geschäftsführer der Aaremilch, sagt: «Wir glauben an das Potenzial von A2-Milch und haben deshalb 2017 mit 13 Betrieben einen Versuch gemacht.» Die Tiere seien auf den Beta-Kasein-Genotyp untersucht worden. 

«Schweizer A2-Milch ist eine Frage der Zeit»

Seither würden die Betriebe auf A2A2 selektionieren und reine Herden anstreben. Der Weg sei zwar steinig, die gemachten Erfahrungen seien jedoch sehr wertvoll. «Die ersten Aaremilch-Betriebe werden noch im 2019 reine A2A2-Herden haben. Wir sind sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Markt auch in der Schweiz A2-Milch verlangt.»

Im «Schweizer Bauer» vom Mittwoch, 19. Dezember lesen Sie mehr über einen Betrieb, der seine Kuhherde konsequent auf A2A2 selektiert. Weiter erfahren Sie wissenswertes über die A2A2-Zucht. Eine exklusive Stierenliste präsentiert die beste Genetik verschiedener Rassen mit dem Genotyp A2A2.

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