19.06.2017 14:20
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
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Züchten Sie nun kleinere Kühe?
Die beiden Zuchtverbände Swissherdbook und Holstein Schweiz führen den Zuchtwert «Eingespartes Futter» ein. Die Futterverwertungseffizienz rückt in den Fokus. Kleinere Kühe schneiden besser. Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit und stimmen Sie ab.

Die Idee für den Zuchtwert «Eingespartes Futter» stammt aus Australien. Erhaltungsbedarf und Stoffwechseleffizienz werden in einem Zuchtwert zusammengefasst. Auch in Nordamerika gibt es eine Trendumkehr. Mehr Leistung ist gerne gesehen, ein höherer Erhaltungsbedarf nicht.

Und nun rückt auch in der Schweiz die Futterverwertungseffizienz in den Fokus. Mit der nächsten Zuchtwertschätzrunde im August wird bei Swissherdbook und Holstein Schweiz ein neuer Zuchtwert eingeführt. Dieser heisst «Eingespartes Futter» und wird für Holstein, Red Holstein, Swiss Fleckvieh und Simmental gerechnet. «Im Fokus steht die Futterverwertungseffizienz. Grössere Kühe haben einen höheren Erhaltungsbedarf. Sie müssen mehr Milch geben, damit sie gleich effizient sind wie kleinere Kühe«, sagt Silvia Wegmann von der Qualitas AG gegenüber «Schweizer Bauer».

Es zähle bei den gegenwärtigen Milchpreisen zähle jeder zusätzlich verdiente Franken. Die Holsteinrasse hat bereits ein hohes Leistungspotenzial. Wenn dieses nicht ausgefüttert werden könne, verliere man an Effizienz, wenn die Kühe immer grösser und schwerer würden, so Wegmann.

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