18.08.2017 06:38
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
140'000 Fr. für Hefehofener Pferde
Die vergangene Woche beim mutmasslichen Tierquäler von Hefenhofen TG beschlagnahmten Pferde sind bei ihrem Verkauf auf ein riesiges Interesse gestossen. Bis auf ein Pony fanden sämtliche Tiere einen Käufer und für alle verkauften Tiere wurde der Maximalpreis bezahlt.

Bis zu hundert Personen waren jeweils bereit, den Einstandspreis plus 500 Franken für ein Pferd zu bezahlen. Auf diese Weise nahm der Kanton Thurgau, der den Verkauf organisierte, rund 140'000 Franken ein. Wie er am Donnerstag nach Schluss der Aktion mitteilte, kann er mit diesen Einkünften seine Ausgaben im Fall Hefenhofen decken. Ein allfälliger Rest geht an den mutmasslichen Tierquäler, der jetzt fürsorgerisch untergebracht ist.

Zu Beginn der Verkaufsaktion am Donnerstagmorgen waren mehrere hundert Interessenten und Schaulustige anwesend. Am Nachmittag lichteten sich die Reihen bei starker Sonne. Vor allem Freiberger Pferde wurden auf dem Areal des Kompetenzzentrums Veterinärdienst und Armeetiere im Sand bei Schönbühl BE angeboten.

Zum Verkauf kamen 80 Pferde und Ponys, deren Schätzwert zuvor zwei unabhängige, vom Kanton Thurgau bestimmte Experten festgelegt hatten. Wegen des grossen Interesses an den Tieren musste also in 79 Fällen das Los bestimmten, wer das Pferd erhielt. Auf einen maximalen Zuschlag von 500 Franken hatten sich im Vorfeld Thurgauer Behörden, Armee und externe Experten geeinigt, um Spekulationen zu verhindern. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

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