Donnerstag, 26. November 2020
13.10.2020 17:04
Pferde

Engagement für schwere Kaltblüter

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Von: mgt

Vergangenen Samstag wurde in Uebeschi BE der Schweizerische Ardenner Zuchtverband gegründet. Ziel ist es, die Rasse der Ardennerpferde in der Schweiz zu fördern und ein Zuchtbuch aufzubauen.

In der Schweiz werden schon seit längerer Zeit Ardennerpferde gehalten. Die schweren Kaltblüter sind gute Arbeits- und Zugpferde und sind wegen ihres ruhigen Charakters auch bei Freizeitreitern beliebt.

Zudem finden sie in der Zucht der Burgdorferpferde Verwendung. Tamara Wülser, die Präsidentin des neu gegründeten Vereins, hält eine Gruppe Ardenner und produziert mit ihnen Stutenmilch. Bis jetzt erhielten ihre Fohlen die Papiere aus Luxemburg. Es sei jedoch kompliziert, jeweils anerkannte Hengste für die jeweilige Decksaison zu finden, heisst es in der Mitteilung des Vereins. Künstliche Besamung wird bei Kaltblütern kaum eingesetzt.

„Momentan gibt es kein Zuchtbuch für Ardenner in der Schweiz“, lässt sich Wülser in der Mitteilung zitieren. So erhielten viele in der Schweiz gezüchtete Ardenner bisher kein Abstammungspapier. Sie sind fortan für die offizielle Zucht nicht mehr anerkannt. „Die Population der Ardenner ist klein. Es ist schade, die Zucht einzuschränken, nur weil gewissen Tieren ein Papier fehlt, obwohl sie sonst vielleicht perfekt dem Zuchtziel der Rasse entsprechen würden“, so Wülser weiter.  Deshalb entstand die Idee eines Zuchtverbandes in der Schweiz.

Ardenner sind schwere Kaltblüter mit einem Gewicht von 800 bis 1000 Kilogramm. Sie stammen ursprünglich aus den Ardennen, ein Gebiet, das sich über Frankreich, Belgien und Luxemburg erstreckt. Die Gesamtpopulation der Ardenner ist aber klein. So werden sie zum Beispiel in Deutschland als bedrohte Nutztierrasse gefördert. Ziel des Schweizerischen Ardenner Zuchtverbandes ist es, die Rasse in der Schweiz zu fördern und ein anerkanntes Zuchtbuch aufzubauen.

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