13.04.2017 12:50
Quelle: schweizerbauer.ch - Anja Tschannen
Freiberger
Fremdbluteinkreuzung abgelehnt
Beim Freibergerpferd wird es vorläufig zu keiner Fremdbluteinkreuzung kommen. Dies haben die Delegierten des Schweizerischen Freibergerverband (SFV) entschieden.

Nachdem die Wahl zur Fremdbluteinkreuzung mit Warmblutpferden in die Freibergerpferderasse letztes Jahr vertagt wurde, ist nun klar: Es wird keine Einkreuzung geben. Die Delegierten haben ihr Urteil mit 63 zu 53 Stimmen gefällt und sich am Wallierhof in Riedholz SO gegen die vorgeschlagene Fremdbluteinkreuzung ausgesprochen. 

«Eine Chance verpasst»

Das Versuchsprojekt der Fremdbluteinkreuzung wurde vor der Wahl vom Präsidenten der Kommission zur Verbesserung des Freibergerpferdes, Albrecht Dreier, präsentiert. Die Kommission setzte sich aus neun Mitgliedern aus der ganzen Schweiz zusammen und hat das Einkreuzungsprojekt mit Ausnahme einer Gegenstimme befürwortet.

Nach angeregten Pro-und-Kontra-Diskussionen unter den anwesenden Delegierten wurde der Versuch durch zehn Gegenstimmen verhindert. «Damit haben wir vor allem eine Chance bei der Verminderung des Inzuchtgrades verpasst», sagt Dreier.  «Der Freiberger wird aber deshalb nicht aussterben», fährt er fort. Die Fremdbluteinkreuzung sei nicht vom Tisch. «Ich denke, dass in ein paar Jahren wieder ein Vorstoss kommen wird, denn der hohe Verwandschaftsgrad bleibt ein Thema», so Dreier.

Gschwind wird Präsident

Im Vorstand des SFV gab es einige Änderungen. Neuer Präsident und Nachfolger von Bernard Beuret, der ans Ende seines Mandates als Präsident und Vorstandsmitgliedes des SFV gelangte, wurde der Jurassier und Nationalrat Jean-Paul Gschwind aus Courchavon JU.

Des Weiteren wurde Christof Haefeli aus Matzendorf SO von der Pferdezuchtgenossenschaft (PZG) Falkenstein als Nachfolger von Heinz Mägli vorgeschlagen und gewählt.

Neue Regionenvertreter

Haefeli wird künftig die Region Nord-West vertreten. Für die Nachfolge des Vertreters der Region Westschweiz, Roland Bovet, wurden zwei Kandidaten gestellt. Hans Bielmann aus St.Silvester FR, der vom Verband Freiburgischer PZG empfohlen wurde, konnte sich gegen Fabrice Magnin aus Corcelles-sur-Chavornay VD, vorgeschlagen von der Waadtländischen PZG, durchsetzen. 

Chantal Pape Juillard und Urs Limacher wurden für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren bestätigt.Die diesjährige Delegiertenversammlung des SFV ist wegweisend für die Weiterentwicklung des Schweizer Freibergerpferdes.

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