13.08.2018 19:09
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Marché Concours 2018
Kühe auf der Rennbahn
Kühe im Ring, bunte Salsatänzer und schnelle Hufe, so sieht es aus, wenn Freiburg am Marché Concours als Gastkanton auftritt. Rund 55000 Personen haben das traditionelle Pferdefest in Saignelégier besucht. Hier findet ihr Impressionen rund um den Anlass. -> Mit Bildergalerie

«Lioba, lio-o-ba...», tönt es dumpf, tief und sehnsüchtig über den Platz. Aufmerksam lauschen Mensch und Tier dem «Ranz des vaches». Doch wir befinden uns weder an einer Kuhausstellung noch an einem Schwingfest und schon gar nicht im Kanton Freiburg. Und eigentlich sollte sich sowieso alles um Pferde und nicht um Kühe und traditionelle Hirtenlieder drehen.

Alpabzug an Pferdefest

Eigentlich, wäre da nicht der schwarz-weisse Gastkanton Freiburg. Kurzerhand verlegten die Freiburger ihren Alpabzug in den Jura. Prächtig geschmückte Kühe, ein stattlicher Muni, Pferdegespanne, Säumer und zahlreiche Helfer präsentierten anlässlich des grossen Folkloreumzuges am Sonntagnachmittag einen fast waschechten Freiburger Alpabzug. 

Und obwohl die Kühe für einen Moment die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher – insgesamt pilgerten rund 55'000 Personen am Wochenende nach Saignelégier– auf sich zogen, konnten sie den eigentlichen Hauptdarsteller des Marché Concours, den Pferden, nicht die Schau stehlen. Denn neben der Landwirtschaft hat Freiburg eine grosse Reitertradition. 

Bundespräsident vor Ort

Es gibt zehn Vereinigungen und Verbände, die in diesem Bereich tätig sind. Der Kanton zählt mehr als 6600 Zucht- und Sportpferde, darunter 1658  Freiberger. Unter dem Motto «Freiburg macht glücklich» stellte sich der Gastkanton mit insgesamt 21 farbenfrohe und ausgefallenen Sujets  vor. Die Bénichon (Kilbifest), der Eishockeyclub HC Fribourg-Gottéron, die  Fasnacht und die Poyabrücke waren dabei einige der aufgeführten Besonderheiten. 

Eine Augenweide bot der Auftritt der freiburgischen Verwandten aus Brasilien, die mit rythmischen Salsatänzen und farbigen Kostümen einen Teil der Schweizer Auswanderungsgeschichte erzählten (siehe Kasten). Als Vertreter des Bundesrates gesellte sich der Bundespräsident und Freiburger Alain Berset unter die Pferdefreunde und lies sich nach den offiziellen Reden auf den einten oder anderen Schwatz ein. 

Vallée de Délemont

Neben Freiburg wurde die Pferdezuchtgenossenschaft Vallée de Delémont an den 115. Marché Concours eingeladen und begeisterten mit fliegende Umhänge , Ballons und Einhörnern.

 

Nova Friburgo

Nova Friburgo wurde anfänglich von 261 Familien gegründet, die zwischen 1819 und 1820 aus der Schweiz nach Brasilien auswanderten, insgesamt handelte es sich um 1682 Immigranten.

Die Gemeinde wurde zu Ehren ihrer schweizerischen Heimatstadt Freiburg (Friburgo auf Portugiesisch, Fribourg auf Französisch) auf den Namen «Nova Friburgo» getauft.

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