6.03.2017 07:14
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Pferdehaltung
Transparenz für alle
Hält man auf seinem Betrieb Pensionspferde, so muss man einiges beachten, damit es im Stall friedlich zu und her geht. Pensionspreise sollten individuell berechnet, mit der direkten Konkurrenz verglichen und klar kommuniziert werden

Wegen der grossen Diversität der Betriebe ist es empfehlenswert, Pensionskostenansätze individuell zu berechnen. Bei der definitiven Preissetzung sollte nicht nur der Faktor Kosten, sondern auch die Preise der direkten Konkurrenz berücksichtigt werden, empfehlen zwei Studien der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften. Das Wichtigste bei der Preissetzung sei Transparenz.

Offen und klar darlegen

Um faire Preise und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu garantieren, muss dem Kunden offen und klar dargelegt werden, welche Leistungen zu welchem Preis erhältlich ist. Pensionsstallbesitzer sollten sich darüber im Klaren sein, dass innerhalb der Kundschaft und über soziale Medien über die Preise gesprochen und diskutiert wird. Ausnahmen und Sonderpreise führen deshalb nur zu Missgunst und einem schlechten Stallklima. 

Neueinsteiger unterschätzen oftmals kleine, zeitaufwendige Arbeiten wie das Umdecken, das Anziehen von Gamaschen oder Glocken. Zusätzliche Dienstleistungen können neben dem Basispreis (indem meist das Füttern, das Misten, die Einstreu und die Weide eingerechnet sind) separat in Rechnung gestellt werden.

Preise differenzieren

Laut der Studie sei das Potenzial der Preisdifferenzierung in der Pensionspferdehaltung noch nicht ausgeschöpft. So könnten zum Beispiel mehrere Dienstleistungspakete zu verschiedenen Preisen für unterschiedliche Bedürfnisse der Kunden angeboten werden: ein Basis-Paket zur Deckung der Grundbedürfnisse, eines für den anspruchsvollen Kunden mit ein paar zusätzlichen Dienstleistungen und ein All-inclusive-Paket.

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